Private Krankenversicherungen passen ihre Prämien bereits zum 1. Januar 2026 erneut an. Deshalb stellen sich viele Versicherte die Frage, wann ein Eingreifen wirklich sinnvoll ist und wann Zurückhaltung ratsamer sein könnte.
Dieter Homburg berät seit über 25 Jahren Menschen zu privater Krankenversicherung und Risikoabsicherung – mit Schwerpunkt auf langfristiger Beitragsstabilität und Bezahlbarkeit. Er prüft für privat Versicherte kostenlos, ob bestehende PKV-Verträge bei gleichen Leistungen oft mehrere Tausend Euro pro Jahr günstiger gestaltet werden können, und unterstützt insbesondere junge Menschen dabei, eine langfristig stabile private Krankenversicherung zu finden. Er ist Autor des Bestsellers „Altersvorsorge für Dummies“ und Teil des EXPERTS Circle.
Wann aktiv werden
Jeder sollte über eine Beitragsoptimierung nachdenken, wenn die private Krankenversicherung zwischenzeitlich so teuer geworden ist, dass Angestellte zum Beispiel kaum noch die hälftige Bezuschussung vom Arbeitgeber erhalten.
Maximal 508,59 Euro Arbeitgeberzuschuss
Ab dem 1. Januar 2026 liegt der Zuschuss zur privaten Krankenversicherung bei höchstens 508,59 Euro, zuzüglich der hälftigen Pflegepflichtversicherung. Wird diese Grenze überschritten, sollten Angestellte ihren Monatsbeitrag senken. Selbstständige, Freiberufler und Rentner tun gut daran, regelmäßig zu prüfen, ob ihr Tarif noch angemessen ist.
Vorsicht bei Tarifsenkung als Angestellter
Gerade für Angestellte kann es jedoch sinnvoll sein, eine Beitragssenkung hinauszuzögern. Wer beispielsweise 1.000 Euro monatlich zahlt und intern beim selben Anbieter auf 800 Euro reduzieren könnte, etwa durch niedrigere Leistungen oder einen höheren Selbstbehalt, spart zwar 200 Euro. Allerdings profitiert der Arbeitgeber ebenso von dieser Reduzierung, und zudem verringern sich die steuerlich abzugsfähigen Beträge.
Altersrückstellungen nicht vernachlässigen
Am Ende bleiben oft lediglich 50 bis 60 Euro Nettoersparnis übrig, gleichzeitig fließen weniger Beiträge in die Altersrückstellungen. Denn ein Teil des monatlichen Versicherungsbeitrags wird für später zurückgelegt. Darüber hinaus sind spätere Wechselmöglichkeiten häufig eingeschränkt. Wenn dennoch jetzt ein Tarifwechsel erfolgt, sollte die ersparte Summe in einen zusätzlichen Sparbaustein bei der Krankenversicherung fließen, um langfristig bessere Konditionen im Alter zu sichern. Denn viele sind später heilfroh, wenn der Beitrag im Alter nicht mehr so stark ansteigt.
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Bildquelle: Dieter Homburg
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