Kanzler-Klatsche in Umfrage zu Weihnachten: Merz bleibt im Tief – Söder grüßt von weit oben

  1. Startseite
  2. Politik

Kommentare

Keine besinnlichen Feiertage für Friedrich Merz. Der Kanzler rangiert in einer Popularitätsumfrage weit unten. Unions-Kollege Markus Söder wiederum kann punkten.

Berlin – Bekanntlich verteilt das Christkind nur an die Menschen Geschenke, die das Jahr über auch artig gewesen sind. Würde es zusätzlich Beliebtheitswerte berücksichtigen, würde so mancher Politiker beim Weihnachtsfest in arge Bedrängnis kommen – und leer ausgehen. Welche politischen Entscheidungsträger derzeit punkten können und welche abgestraft werden, das macht eine aktuelle INSA-Umfrage deutlich.

Gemischte Gefühle in der Union: Während es für Kanzler Friedrich Merz (CDU, links) nach dem Abschneiden in einer Umfrage eher „Augen zu und durch“ heißt, kann CSU-Chef Markus Söder zufrieden sein. © dts Nachrichtenagentur/imago/Sven Hoppe/dpa/Montage

In dieser grüßt ein alter Bekannter vom begehrten Platz an der Sonne, während auch Bayerns Ministerpräsident eine gute Figur abgibt. Eher auf die Rute als auf tolle Geschenke warten muss hingegen Kanzler Merz, der im Tief stecken bleibt.

Beliebteste Politiker im Ranking: Pistorius grüßt von der Spitze – CSU-Chef Söder verteidigt Platz zwei

Bei der von der Bild in Auftrag gegeben INSA-Umfrage kann Boris Pistorius (SPD) seinen Spitzenplatz verteidigen – und sorgt gleichzeitig für ein Novum, denn: „Erstmalig steht er auch bei den Anhängern der CDU/CSU auf Platz eins“. Das verrät INSA-Chef Hermann Binkert. Auch bei Anhängern der Grünen und der SPD liege er ganz vorne.

In seinem Selbstverständnis wohl die unangefochtene Nummer eins, in der Realität aber immerhin auch auf dem zweiten Rang wiederzufinden: Markus Söder, der an Heiligabend emotional auf vergangene Weihnachtsfeste zurückblickt. Der CSU-Chef und Ministerpräsident von Bayern verteidigt damit seine Position im INSA-Ranking hinsichtlich der Beliebtheit von Politikern. Es folgen Hendrik Wüst (CDU) und Alexander Dobrindt (CSU), die ebenso dieselbe Platzierung wie bei der letzten Umfrage einnehmen.

CDU-Politiker haben nichts zu lachen: Spahn bleibt Letzter – Merz nur minimal verbessert

Einen Aufschwung hat der zuletzt viel gescholtene Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) erlebt. Der Sozialdemokrat, zuletzt mit einem Appell an Autobauer öffentlich in Erscheinung getreten, verbessert sich von Rang acht auf fünf. Selbiges gilt für CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (von neun auf sieben) und FDP-Chef Christian Dürr (von elf auf neun).

Als „Verliererin der Woche“ benennt INSA-Chef Binkert derweil Alice Weidel. Die AfD-Chefin rutscht „nach zweimal Platz fünf in den vergangenen 14 Tagen“ auf den zehnten Rang ab. Unter Weidel platziert und dennoch leicht im Aufwind, ist Friedrich Merz (CDU). Der Kanzler – vom Handwerks-Präsidenten unlängst in die Pflicht genommen – rangierte in der Vorwoche noch auf Platz 19. Und das bei einem Tableau, welches nur die Top 20 ausweist. Nun konnte er sich hinsichtlich der Beliebtheit leicht nach oben kämpfen und belegt aktuell Platz 17.

Für seinen Parteikollegen und Fraktionschef Jens Spahn ändert dies aber nichts. Der einstige Gesundheitsminister belegt unverändert den letzten Platz. Entspannte Weihnachten wird in der Union also nicht jeder feiern können. (Quellen: bild.de, Insa, dpa) (han)