Trump und Europas Rechte: Wie gefährlich ist das neue Bündnis?

Die Debatte um Trumps neue Nähe zu rechtspopulistischen Parteien in Europa sorgt für vielfältige Reaktionen: Der Artikel beschreibt, wie US-Präsident Trump mit seiner Nationalen Sicherheitsstrategie enger mit Europas rechten Parteien zusammenarbeitet – mit dem Ziel, die EU zu schwächen und nationale Interessen zu stärken. In den Kommentaren treffen zwei große Lager aufeinander: Eine Mehrheit kritisiert vor allem die EU, hält sie für bürokratisch und selbstschädigend und sieht Trump als Reibungsfläche, aber nicht als Hauptursache der Probleme. Demgegenüber steht die Sorge, dass die gezielte Zusammenarbeit mit Rechtspopulisten demokratische Grundsätze und die Stabilität Europas gefährdet. Weitere Stimmen zeigen Zustimmung zu Trump, Skepsis gegenüber Experten und Medien sowie Kritik an der amerikanischen Einmischung. 

Kritik an EU und Politik

Mit 50 Prozent der Stimmen ist die EU-kritische Haltung in der Diskussion am stärksten vertreten. Viele Leserinnen und Leser bezeichnen die Europäische Union im Artikel als ineffizientes, bürokratisches und sich selbst schadendes Gebilde. Die aktuellen Spannungen mit Trump sehen viele nicht als Ursache, sondern als Symptom einer umfassenden Krise europäischer Institutionen. Zu den häufigsten Argumenten zählen fehlende Souveränität, Überregulierung und mangelnde Demokratie auf EU-Ebene. Die Debatte dreht sich um Erwartungen an Reformen, wobei ein Austritt einzelner Länder oder eine Strategie des grundlegenden Umbaus immer wieder gefordert wird. Die Kommentierenden fordern mehr nationale Selbstbestimmung statt weiterer Zentralisierung.

"Die einzige Bedrohung von Wohlstand, Sicherheit und Demokratie ist die EU selber. Von daher werden sich immer mehr Menschen von der EU abwenden."  Zum Originalkommentar

"Es ist doch Europa selbst, das demokratische Prozesse schwächt, es sind doch die Länder, die mit ihrer Politik die Ränder stark machen. Es braucht keinen Trump, um die EU kaputt zu machen, das schafft man schon alleine. Bestes Beispiel ist der Druck, der momentan auf Belgien gemacht wird, oder die Politik, die in Deutschland gemacht wird. Die EU oder auch die Bundesregierung kümmert sich nicht mehr um die eigene Bevölkerung, die wird nur noch ausgepresst, es geht nur noch um die Ukraine. Dafür ist man bereit, die eigene Zukunft aufs Spiel zu setzen. Zudem handelt die EU-Kommission mittlerweile wie ein autokratisches Regime, von Wählern nicht gewählt, die eigenen Gesetze ignorierend. Aber es ist ja leichter, alles auf Trump zu schieben."  Zum Originalkommentar

"Die paar Vorteile der EU (Reisefreiheit, Zollfreiheit) hätte man spielend ohne diesen korrupten Beamtenapparat hinbekommen können, z. B. durch ein Freihandelsabkommen. Auch eine gemeinsame Handelswährung hatten wir bereits vorher. Die Nachteile (offene, nahezu ungeschützte Außengrenzen, überbordende Bürokratie, immer neue Unfugsgesetze und Vorschriften, hohe Kosten, Finanztransfers, keine Möglichkeiten mehr zur nationalen Abwertung der Währung für wirtschaftlich schwächere Länder, Ausbluten der Nettoeinzahlländer, Lähmung der Handlungsfähigkeit der einzelnen Länder, usw., usw.) werden niemals durch die paar Vorteile ausgeglichen werden. Die EU ist und bleibt ein einziger Alptraum, der abgewickelt gehört!"  Zum Originalkommentar

Kritik an US-Einmischung und Außenpolitik

Einige Leser (14 Prozent) vertreten eine kritische Sicht auf die Einmischung der USA in europäische Angelegenheiten. Sie bemängeln, dass Trumps Politik gezielt darauf ausgerichtet ist, europäische Institutionen zu schwächen und eigene Interessen durchzusetzen. In den Kommentaren verweisen sie auf historische Parallelen, doppelte Standards und wechselseitige Einflussversuche. Einige vergleichen das Vorgehen mit klassischen Machtspielen und kritisieren den strategischen Umgang sowohl mit Partnern als auch mit Rivalen. Andere geben zu bedenken, dass es auch in der Vergangenheit gegenseitige Einmischungen gab und sehen daher keinen Anlass zur Empörung.

"Was tut man, wenn man, wenn sich Länder diplomatischen Beziehungen durch "immer alles besser wissen wollen" entziehen?"  Zum Originalkommentar

"Ja und? Haben sich deutsche Politiker nicht permanent in die US-Innenpolitik eingemischt? Das ging bis hin zu offener Wahlkampfhilfe für die Demokraten im letzten US-Präsidentschaftswahlkampf. Oft von denselben Politikern, die sich heute lautstark über eine Einmischung der Trump-Regierung in deutsche Belange aufregen."  Zum Originalkommentar

"…vielleicht hat sich auch Europa und die deutsche Regierung zu viel in die USA eingemischt? Mit Steuergeldern aus Deutschland wurde der Wahlkampf der Demokraten mitfinanziert. Und jetzt beklagen sie sich über die Einmischung aus Washington? Ich bin nur noch fassungslos über das Eigenverständnis dieser Politiker! So wenig Verständnis über den Tellerrand hinaus. Eigentlich zeigt es von wenig Verständnis über größere politische Zusammenhänge und über Demokratie, wenn man sich mit seiner eigenen Vorstellung über alles erhebt und meint, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Ein wenig Bildung würde hier nicht schaden… Aber daher wundert es mich auch wenig, wenn die ewig Belehrten einfach unsere europäischen Besserwisser links liegen lassen. Besserwisser sind keine Partner, eher Narzissten!"  Zum Originalkommentar

Zustimmung zu Trump und Rechten

Mit 13 Prozent Zustimmung unterstützen zahlreiche Stimmen im Kommentarbereich Trump sowie rechtspopulistische Parteien in Europa. Die meisten sehen seine Einflussnahme als legitim und notwendig, um nationale Interessen zu schützen und Lösungsansätze etwa bei Migration oder überbordender Bürokratie zu bieten. Für viele ist die Kritik an Trump eine Reflexreaktion aus linken politischen Lagern und wird nicht geteilt. Die Zusammenarbeit zwischen Trump und rechten Parteien betrachten sie als positiven Impuls für einen notwendigen Wandel in Europa.

"Was bitte ist schlecht an Rechts? Außer dass linkes Gedankengut klein gehalten wird. Eine rechte EU hätte wesentlich weniger Probleme und viel mehr Anerkennung bei den Bürgern."  Zum Originalkommentar

"Gott sei Dank mischt sich Donald Trump ein, ansonsten wären wir verloren!"  Zum Originalkommentar

"Trump hält es eben mit denen, die eine Zukunft haben und nicht mit denen, die Europa abgewirtschaftet haben."  Zum Originalkommentar

Skepsis gegenüber Experten und Medien

Acht Prozent der Leser äußern deutliches Misstrauen gegenüber Experten und Medien, denen sie Voreingenommenheit und politische Einflussnahme vorwerfen. Diese Stimmen unterstellen den öffentlich-rechtlichen oder etablierten Medien ein einseitiges Framing und kritisieren, dass Debatten von vermeintlichen Experten gelenkt würden. Die Kommentierenden lehnen die im Artikel zitierten Einschätzungen vieler Fachleute als parteiisch ab und hinterfragen die Glaubwürdigkeit der Meinungsbilder.

"Was würden wir nur ohne „unseren Experten“ machen?"  Zum Originalkommentar

"Es melden sich wieder "Experten" zu Wort!"  Zum Originalkommentar

""Experten fürchten, es könnte mehr dahinterstecken." Müsste es nicht heißen "Linke fürchten, es könnte mehr dahinterstecken." Oder soll die Überschrift suggerieren, dass Rechte keine Experten sein können?"  Zum Originalkommentar

Kritik an Rechtspopulismus und Spaltung

Acht Prozent der Teilnehmer sehen die Nähe zwischen Trump und europäischen Rechtspopulisten mit Sorge. Sie befürchten, dass diese Allianz die EU sowie ihre demokratischen Grundsätze untergräbt und zu einer Spaltung führt. Kritische Leser warnen vor einer Erosion von Sicherheit und Wohlstand und äußern Zweifel an der Integrität der rechtspopulistischen Bewegung. Die Nähe zu einer US-Regierung, die in Europa wenig Rückhalt hat, sehen sie als Risiko für den gesamten Kontinent.

""Rechtspopulisten könnten als Kraft wahrgenommen werden, die Europas Kerninteressen untergräbt" Könnten? Wer das immer noch nicht begriffen hat, wird in diesem Leben eh nichts mehr begreifen..."  Zum Originalkommentar

"Es bleibt, was etliche AfD-Führungskräfte angeht, eins übrig; der dringende Verdacht aktiven Landesverrats an die USA und v.a. an Moskau. Anders sind diese Besuche von AfD-Leuten in Washington und in den russischen Botschaften in Brüssel und Berlin nicht zu verstehen."  Zum Originalkommentar

"Die Rechtspopulisten untergraben freilich die Interessen ihrer eigenen Länder. Genau gleich, wie dies Rote und Grüne hierzulande ja auch machen. Wer dabei eifriger gräbt, ist alles andere als eindeutig."  Zum Originalkommentar

Sonstige Stimmen

Sieben Prozent der Kommentare lassen sich keiner der anderen Perspektiven eindeutig zuordnen. Sie berühren unterschiedliche Themen, enthalten allgemeine Reflexionen oder mischen Kritik und Zustimmung zu mehreren Seiten der Debatte. Diese Beiträge spiegeln die Vielfalt und Komplexität des Meinungsspektrums wider, ohne ein klares Lager zu erkennen zu geben.

"Wer bestimmt eigentlich, dass unser Verständnis für Demokratie das richtige ist, entscheidet das die CDU, SPD und die Grünen?"  Zum Originalkommentar

"Trump ist ein Schmittchenschleicher, jeder geht ihm auf den Leim."  Zum Originalkommentar

"Fazit für heute früh: Fragt man einen AfD-Anhänger nach etwas Konkretem, kommt nie etwas, es wird wie immer ausgewichen. Das nennen die dann sachliche Diskussion."  Zum Originalkommentar

Die Diskussion über Trumps Einfluss und das Verhältnis zu Europas Rechten bleibt vielschichtig – von Fundamentalkritik an Brüssel bis zur Verteidigung europäischer Demokratie ist alles vertreten. Wie beurteilen Sie die Entwicklung zwischen den USA, rechten Parteien und der Europäischen Union? Diskutieren Sie mit: Muss Europa unabhängiger werden – oder sind transatlantische Allianzen gerade jetzt wichtiger denn je?

Hinweis: Die in diesem Artikel zitierten Kommentare geben ausschließlich die Meinungen unserer Leser wieder und wurden inhaltlich nicht verändert. Die Analyse, Auswertung und thematische Gruppierung der Kommentare erfolgt automatisiert mithilfe Künstlicher Intelligenz.
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