Mit einem großen Halloween-Event haben jetzt die Isar-Frauen Hummel-Gaden Besucher begeistert. Der Erlös der Veranstaltung kommt einem Kinderheim zugute.
Oberhummel – In einen Gruselwald verwandelte sich an Halloween die idyllisch gelegene Mühlbachinsel neben dem SCO-Sportgelände in Oberhummel. Dort, wo einmal im Jahr das große Waldfest hunderte Besucher anlockt, war es am Freitagabend gespenstisch still – und schaurig-schön. Denn auf dem Areal tummelten sich zwischen beleuchteten Grabsteinen, Spinnen(netzen), Kürbissen und tanzenden Video-Geistern zahlreiche Gespenster, Skelette und viele andere düstere, zum Teil auch lebendige, Kreaturen – zur Freude der rund 300 Besucher, die sich auf die Suche nach Waldgeist Waldemar machten.
Bereits zum zweiten Mal hatten die Isar-Frauen Hummel-Gaden zu diesem Grusel-Spaß eingeladen. Und das Organisationsteam ist „total zufrieden“, wie Evi Stoewer im FT-Gespräch erzählte. Dabei wurden die Verantwortlichen heuer vor eine große Herausforderung gestellt. Denn eigentlich hätte der Gruselpfad wie im Vorjahr durch ein kleines Waldstück nahe des Sportplatzes mit Überquerung des sogenannten Hasenstegs führen soll. Doch weil die kleine Holzbrücke zu marode war und mittlerweile abgerissen wurde, musste ein neuer Weg gefunden werden. Und so wurden die Besucher in ein kleines, verlassenes Dorf auf der Mühlbachinsel geführt, ehe der Weg – nach einer kleinen Stärkung an der Kirchstraße samt Süßigkeiten-Rutsche für die Kinder – zum Sportheim führte. Dort wartete am Lagerfeuer der zottelige Waldgeist, in dessen Rolle Florian Hiebl geschlüpft war. Er überreichte jedem Kind ein kleines Säckchen mit Süßigkeiten, Halloween-Stempel und kleiner Figur darin und sorgte zum Abschluss mit Zaubersand für einen farbigen Lagerfeuer-Zauber.
Bereits vor Wochen waren die Vorbereitungen beim Organisationsteam, dem Doris Bäumler, Florian Hiebl, Lisa Schönberger, Alessia Savarino, Monika Fotakides, Stefan Lochner, Steffi Hiebl-Schewell, Tanja Heckmeier und Evi Stoewer angehörten, angelaufen. Auf den Dachböden und in den Kellern wurde gestöbert und jede Menge Halloween-Dekoration zusammengesucht. „Jeder von uns hat etwas Zuhause“, erzählt Eva Stoewer, zudem „wird immer wieder was nachgekauft“. Somit habe man einen großen Fundus, mit dem man kombiniert mit Lichterketten, Leuchtstrahlern und Co. die beliebte Insel samt Pfad zum Gruselwald schmücken konnte.
Dass Halloween jedes Jahr auch viele Kritiker auf den Plan ruft, weiß Evi Stoewer – der Brauch, der in Irland seinen Ursprung hat und über Amerika nach Deutschland geschwappt ist, kommt nicht bei allen Leuten gut an. Umso wichtiger ist es ihr, dass mit dieser Veranstaltung auch Gutes getan wird: „Wir machen das nicht nur wegen Halligalli, sondern auch für einen guten Zweck.“ Denn der Erlös aus dem Event soll heuer einem privaten, heilpädagogischen Kinderheim in Langenpreising gespendet werden.
Geplant ist übrigens, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen Gruselpfad geben soll. Dann, so die Hoffnung der Organisatoren, soll dieser wieder durch den Wald führen. Denn laut Stoewer „ist das einfach noch schöner und gruseliger“.