1860 feiert einen Auswärtssieg in Ulm. Florian Niederlechner kam erneut nur von der Bank. So äußert sich Markus Kauczinski zur Situation des Stürmers.
München/Ulm – Als großer Hoffnungsträger wechselte er im Sommer zum TSV 1860 München. Aktuell kommt der Stürmer nur noch zu Kurzeinsätzen. Die Rede ist von Florian Niederlechner. Der gebürtige Ebersberger zieht aktuell den Kürzeren. Sturmkollegen Patrick Hobsch und Sigurd Haugen haben dem Routinier den Rang abgelaufen. Dem Oldie bleibt nur die Jokerrolle in der Mannschaft von Markus Kauczinski.
Der Trainer äußerte sich nach dem langersehnten Auswärtserfolg in Ulm bei MagentaSport über Niederlechners Situation. „Er ist nicht weit weg“, sagte Kauczinski und erklärte: „Es ist jetzt auch Momentum gewesen, dass ich mich für Hobschi (Anm. d. Red. Patrick Hobsch) entschieden habe. Hobschi hat letzte Woche getroffen, gut gekämpft und gearbeitet und deswegen habe ich nichts verändert.“ Niederlechner ist aktuell nur Stürmer Nummer drei bei 1860.
TSV 1860 bricht Auswärtsfluch in Ulm – Niederlechner sitzt 75 Minuten auf der Bank
Dabei war der Saisonstart aus Niederlechners Sicht vielversprechend. Der Stürmer traf direkt beim Saisonauftakt in Essen und legte im ersten Heimspiel gegen Osnabrück den zweiten Treffer nach. Zwei Tore sind es geblieben, die nach dem 16. Spieltag auf Niederlechners Konto stehen. Die Tore schießen andere. „Sigi (Anm. d. Red. Sigurd Haugen) ist im Moment unser bester Torschütze“, sagte Kauczinski nach dem Spiel.
Jener Haugen war es auch, der die Löwen zum langersehnten Auswärtssieg in Ulm schoss. Nach 22 Sekunden tauchte der Norweger frei vor Ulm-Torwart Christian Ortag auf und erzielte das goldene Tor des Nachmittags. Die mustergültige Vorlage lieferte Kevin Volland. Am Ende reichte der Treffer, um den Auswärtsfluch zu beenden.
Dass Niederlechner nicht aufstecken wird, sollte jedem klar. Egal wann und wie viel er spielt, für seine Löwen gibt er immer alles. Eine Sonderstellung hat der gebürtige Ebersberger laut Kauczinski nicht: „Sowas haben wir hier nicht, mit dem Spieler und dem Spieler. Die Jungs müssen immer zeigen, was sie drauf haben. Das ist normal bei mir.“ Hoffnung darf sich Niederlechner trotzdem machen: „Die drei sind auf Augenhöhe, und das wird sich auch wieder verdrehen.“ Noch kann der Stürmer sein Potenzial nicht abrufen. Kommt Niederlechner einmal in Fahrt, wird er den Löwen noch viel Freude bereiten. (lha)