Der Fußball rückte beim Sieg des TSV 1860 München beim SSV Ulm in den Hintergrund, weil es einen medizinischen Notfall auf den Rängen gab.
Ulm – Der TSV 1860 München durchbricht den Auswärtsfluch und gewinnt beim SSV Ulm. Doch statt des großen Fests schwiegen beim Drittliga-Duell über 16.000 Fans fast durchgehend. Wie beim Heimspiel gegen Saarbrücken verzichteten beide Fangruppierungen in den ersten zwölf Minuten auf lautstarke Unterstützung.
Hintergrund war der angekündigte Protest zum Erhalt der Fankultur angesichts der geplanten verschärften Sicherheitsmaßnahmen in deutschen Fußballstadien. Inmitten der ersten Hälfte geriet der Fußball in den Hintergrund. Eine Person brach auf der Gegentribüne zusammen und musste reanimiert werden, weshalb beide Fanlager ab Mitte der ersten Hälfte den lautstarken Support einschränkten.
Notfall bei 1860-Sieg in Ulm – Fans stellen Support früh ein
Im Stadion klärte Ulms Stadionsprecher in der zweiten Halbzeit unwissende Zuschauer über den medizinischen Notfall und die Stille im Stadion auf. Beide Fanlager verzichteten im Anschluss komplett auf geplante Choreographien und rollten Banner bereits in der zweiten Halbzeit ab. (Weitere Informationen folgen) (btfm)