CSU Bad Wiessee nominiert Gemeinderatskandidaten – Zwei Wechsler auf der Liste

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Streben ein Gemeinderatsmandat an: (vorne v.l.) Daniel Strillinger, Laura John, Georg Erlacher, Katharina Eberl, Christian John, Christine von Löwis, Florian Sareiter, (zweite Reihe v.l.) Thomas Erler, Karl Schönbauer, Jens Messerschmidt, Alois Fichtner, Alwin Gericke, Florian Flach, (hinten v.l.) Peter Kathan, Rolf Neresheimer, Alexander Stadler, Hubert Singer und Florian Güttler. © Thomas Plettenberg

Die CSU Bad Wiessee hat ihre Gemeinderatskandidaten nominiert. Sie kann eine Liste mit 20 Bewerbern präsentieren, darunter drei Frauen. Ein Bürgermeisterkandidat fehlt dem Ortsverband jedoch weiterhin.

Bad Wiessee – Mit der Nominierung ihrer Gemeinderatskandidaten hat nun auch die CSU Bad Wiessee die Weichen für die Kommunalwahl im März 2026 gestellt. Die Liste konnte mit 20 Kandidaten – darunter drei Frauen – vollständig gefüllt werden. Der Ortsverband hat unter anderem neun amtierende Gemeinderäte für eine erneute Kandidatur gewonnen, darunter auch Karl Schönbauer (zuvor Grüne) und Rolf Neresheimer (zuvor Bürgerliste Bad Wiessee), die als Parteifreie auf die Liste der CSU wechselten. Die bisherigen CSU-Gemeinderäte Kurt Sareiter und Korbinian Herzinger treten nicht mehr an.

Im Mai hatte der neu gewählte Vorstand des Orstverbands unter Leitung von Christian John seine Arbeit aufgenommen. Die Erarbeitung eines „fundierten Listenvorschlags“ sei dabei im Mittelpunkt gestanden, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir wollten Qualität vor Quantität liefern“, wird John zitiert. Umso erfreulicher sei es, dass die CSU dennoch ohne Probleme 20 Kandidaten habe gewinnen können.

In Kleingruppen hätten die potenziellen Kandidaten bereits an einem Zukunftsprogramm für Bad Wiessee gearbeitet. Zentrale Gedanken waren dabei laut Pressemitteilung unter anderem der Neubau des interkommunalen Hallenbads, die Neugestaltung des Sportzentrums an der Hagngasse, aber auch die vielen Pflichtaufgaben der Gemeinde wie die Erneuerung der Wasserversorgung und des Straßennetzes.

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Fraktionssprecher Florian Sareiter blickte auf die Arbeit der neunköpfigen CSU-Fraktion in der zu Ende gehenden Wahlperiode zurück. „Wir konnten auf unser Betreiben hin und in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Gesamtgemeinderat viele unserer gesteckten Ziele umsetzen“, sagte Sareiter. Er nannte die Rettung der Spielarena, die Rückkehr zur talweiten Kurtaxe und die Reduzierung des Defizits des Jodbads durch den von der CSU geforderten Strukturwechsel.

Bei der Vorstellung des Listenvorschlags hoben John und Sareiter „die breite Aufstellung des Teams“ hervor. Die Kandidaten seien zwischen 25 und 78 Jahre alt, zudem bilde die Liste eine „ausgewogene Mischung aus verschiedenen Lebens- und Berufserfahrungen“ ab. Der Listenvorschlag wurde von den Mitgliedern einstimmig abgesegnet.

Auf seinen Wechsel angesprochen, erklärte Schönbauer gegenüber unserer Zeitung, dass er bereits vor zwei Jahren bei den Grünen ausgetreten sei, da er „die große Politik nicht mehr mittragen konnte“. Bei der CSU fühle er sich gut aufgehoben, er könne auch dort seine ökologischen Ziele gut vertreten: „Meine Themen“, sagt Schönbauer, „bleiben die gleichen“. Dritter Bürgermeister Rolf Neresheimer gibt mit dem Wechsel seinen Status als Alleinkämpfer im Gemeinderat auf.

Landratskandidat Franz Schnitzenbaumer lobte die Arbeit der Wiesseer CSU. Sie gehe „mit einem starken Team und klaren inhaltlichen Zielen“ in die Kommunalwahl 2026. Was sie bisher allerdings nicht aufbieten kann, ist ein Bürgermeisterkandidat. Der Ortsverband bislang keinen geeigneten Bewerber gefunden.

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