CSU schickt amtierenden Bürgermeister ins Rennen: Volle Rückendeckung für Gründl

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Die Kandidaten der CSU Bad-Heilbrunn: (v.li.) Stephan Tauscher, Lisi Lechner, Alexander Glockmann, Stefan Hundegger, Oliver Hanke, Klaus Liebscher (Ersatz), Jannik Zimmer, Uwe Langheinrich, Josef Schwaller, Kreisvorsitzender Thomas Holz, Hans Prokop, Thomas Gründl, Bernd Rosenberger, Michael Demmel, Lisa Bahnmüller, Tomas Schaal (Ersatz), Joachim Scheer, Florian Lettner und Josef Rohrmoser. © Arndt Pröhl

Die CSU Bad Heilbrunn hat ihren Amtsinhaber Thomas Gründl einstimmig erneut zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2026 gewählt. Der 49-Jährige strebt damit seine vierte Amtszeit an. Auch die Gemeinderatsliste mit 16 Bewerbern wurde verabschiedet.

Bad Heilbrunn – Für Josef Schwaller ist die Sache klar: Der Rathausthron in Bad Heilbrunn sei seit jeher fest in CSU-Hand, betonte das Gemeinderats-Urgestein. Und dies solle auch so bleiben, gab er als Losung auf der Aufstellungsversammlung der Christsozialen aus. Für die Kommunalwahlen am 8. März 2026 setzen diese erneut auf ihren langjährigen Bürgermeister Thomas Gründl. Der 49-Jährige bewirbt sich um eine vierte Amtszeit – und erhielt dafür eine starke Rückendeckung. Mit 100 Prozent Zustimmung wurde er von den 27 Stimmberechtigten in der Parkvilla zum Spitzenkandidaten gewählt. „Ich bin motiviert. Wir haben wahnsinnig viele Aufgaben“, sagte der Rathauschef, der auf die politische Konkurrenz nicht näher einging.

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16 Bewerber für Gemeinderat

Gründl führt die CSU-Gemeinderatsliste an, die ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde. Auf ihr stehen 16 Bewerber – zwei Frauen und 14 Männer. Viele Namen sind im Ort bekannt: Politische „alte Hasen“ wie Schwaller (Listenplatz 3) oder Bernd Rosenberger (8) finden sich ebenso darauf wie Neueinsteiger, etwa die Pfarrgemeinderätin und Fotografin Lisa Bahnmüller (2). „Ich habe ein tolles Team“, betonte Gründl. Entscheidend sei für ihn die Mischung aus Erfahrung und frischem Schwung. Vertreten seien Jung und Alt, die Ortsteile und zahlreiche Berufsgruppen. Der Anspruch der CSU ist klar: Sie will weiterhin die stärkste politische Kraft bleiben.

Seit 2008 steht Gründl an der Spitze des Rathauses. „Ich mache das mit Herzblut“, betonte er. „Wir haben in dieser Zeit einiges geschafft.“ Auf drei Seiten seiner Powerpoint-Präsentation hatte der Verwaltungsfachwirt die aus seiner Sicht wichtigsten Meilensteine der vergangenen Jahre zusammengestellt. Im Zentrum stand dabei der Erwerb der strategisch wichtigen Flächen in der Ortsmitte (ehemalige Post, Hoefter-Grundstücke, ehemaliges Sanatorium Strauss) und die Entwicklung des Areals. Es sei gelungen, diesen Gordischen Knoten zu durchschlagen, hob Gründl hervor.

Inzwischen haben die Bauarbeiten begonnen. Zentrale Elemente des Projekts sind die Sicherung des Ärztestandorts, die Schaffung von Wohnraum sowie der Bau eines zweiten Kindergartens. Zudem habe die Gemeinde, wie der Kommunalpolitiker erläuterte, durch die Grundstücksgeschäfte der vergangenen 18 Jahre ein beträchtliches Vermögen aufgebaut. Der Grund dafür sei einfach: „Die Grundstückspreise sind explodiert.“ Gründl legte in diesem Zusammenhang eine bemerkenswerte Rechnung vor: Demnach investierte die Kommune rund 15,1 Millionen Euro in den Erwerb der betreffenden Flächen – und nahm durch Verkäufe nahezu den gleichen Betrag wieder ein. Der verbleibende Grundbesitz hat nach Angaben Gründls heute, zieht man Baulandpreise heran, einen Wert von über 28 Millionen Euro. Sein Fazit: „Das war ein Super-Geschäft.“

Vorschläge der Arbeitsgruppen

Gründl richtete den Blick auch nach vorn. „Mir wird nicht langweilig“, sagte er. Neben dem Mammutprojekt Ortsmitte nannte er als weitere Ziele unter anderem ein Nahwärmenetz, einen Friedwald, den weiteren Ausbau des digitalen Rathauses sowie den ersehnten Radweg nach Penzberg. Bei Kindern und Jugendlichen stehe, wie eine Umfrage ergeben habe, eine Pumptrack-Anlage, also eine künstlich angelegte Mountainbikestrecke, ganz oben auf der Wunschliste, berichtete der Bürgermeister weiter. Eine solche könnte möglicherweise in der Nähe der Schule entstehen.

Die CSU-Kandidaten haben sich für ihre rund 3900 Einwohner zählende Heimatgemeinde viel vorgenommen. In mehreren Arbeitsgruppen, die an dem Abend ihre Ergebnisse vorstellten, entstand eine umfangreiche Agenda mit Ideen und Vorschlägen. Die Christsozialen beschäftigten sich mit acht zentralen Themenfeldern: Ortsentwicklung; Energie, Umwelt und ÖPNV; Familie und Jugend; Kommunalverwaltung und Finanzen; Landwirtschaft und Forst; Vereine und Feuerwehren; Tourismus und Freizeit sowie Gesundheit und Senioren. So setzen sie sich unter anderem dafür ein, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, erneuerbare Energien auszubauen, das Vereinsleben zu stärken und Bad Heilbrunn als Gesundheitsstandort weiter zu profilieren – um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Gemeinde wächst – das zeigt sich an der steigenden Zahl der Gewerbebetriebe. Doch damit müsse auch die Infrastruktur mithalten, betonte Jannik Zimmer. Das betrifft etwa die Schul- und Betreuungsplätze für Kinder. Sein Credo: Entwicklung dürfe nicht zulasten der Lebensqualität gehen. „Wir wollen die bestehenden Flächen klug nutzen“, sagte der Kandidat, der sich Gedanken zur Ortsentwicklung gemacht hatte.

Die CSU-Kandidaten: 1. Thomas Gründl, 2. Lisa Bahnmüller, 3. Josef Schwaller, 4. Oliver Hanke, 5. Alexander Glockmann, 6. Josef Rohrmoser, 7. Florian Lettner, 8. Bernd Rosenberger, 9. Uwe Langheinrich, 10. Hans Prokop, 11. Jannik Zimmer, 12. Stephan Tauscher, 13. Joachim Scheer, 14. Michael Demmel, 15. Lisi Lechner, 16. Stefan Hundegger. (gefettet: amtierender Bürgermeister und Gemeinderäte)