Schongau feiert neues Faschingsprinzenpaar

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Stoßen auf die närrische Zeit an: Das neue Prinzenpaar Julia Dollinger (2.v.r.) und Benedikt Bader (2.v.l.) mit Hofdame Anja Leppelt und SFG-Präsident Alexander Blasi. © Herold

Jetzt ist das Geheimnis gelüftet: Julia Dollinger (29) und Benedikt Bader (27) sind das neue Schongauer Faschingsprinzenpaar. Im Vereinsleben sind die beiden seit einigen Jahren fest verwurzelt.

Schongau - Die närrische Zeit wurde am gestrigen 11. November eingeläutet, doch für Julia Dollinger dreht sich schon seit dem Frühjahr alles um Fasching. Die 29-Jährige ist Co-Trainerin der Jugendgarde und eine der drei Trainerinnen der Prinzengarde. Es sei ihr in den vergangenen Wochen wahrlich nicht leicht gefallen, sich nicht zu verplaudern, als immer wieder spekuliert wurde, wer denn heuer wohl Prinzessin sein werde, erzählt sie schmunzelnd.

Als „Prinzessin Julia II. vom Reich der kleinen Herzen und großen Tänze“ wird sie heuer im Mittelpunkt stehen, an ihrer Seite Benedikt Bader als „Prinz Benedikt I., Herr der glühenden Kabel zu Helgoland“. Ihre Titel lassen erahnen, was sie beruflich machen.

Dollinger ist Erzieherin und stellvertretende Leiterin der Kinderkrippe in Altenstadt, Bader Industriemeister für Elektrotechnik bei UPM. Außerdem engagiert er sich auch im Trachtenverein „D‘Schloßbergler“. Als Prinzenpaar werden die beiden von Hofmarschall Lukas Häußrer und Hofdame Anja Leppelt unterstützt.

Prinz war als Kind ein Faschingsmuffel

Dollinger und Bader sind auch privat ein Paar – und haben sich natürlich im Fasching kennengelernt, und zwar im Jahr 2019. Beide engagieren sich seit Jahren mit Herzblut in der närrischen Zeit. Bader, gebürtiger Schongauer, ist seit 2016 als „Elferer“ dabei und seit zwei Jahren auch Generalsekretär im Vorstand. Dollinger, die aus Hohenfurch stammt und in Schongau lebt, tanzte von 2017 bis 2020 in der Garde und ist nun im Trainer-Team von Jugend- und Prinzengarde aktiv.

Schon als Kind, erzählt sie, habe sie sich für den Fasching begeistert. Was ihr Lieblingskostüm sei? Dollinger bekommt leuchtende Augen: „Ich habe einen riesigen Kleiderstand“, erzählt sie und listet auf: Alien, Frosch, Indianer, Pfau, Schaf und vieles mehr seien darunter. „Jedes Jahr gibt‘s ein neues Kostüm.“

Ihr Lebensgefährte kann da nicht mithalten. „Als Kind war ich ein echter Faschingsmuffel, weil ich mich nicht verkleiden wollte“, bekennt er schmunzelnd. „Und als Elferratsmitglied braucht man ja nur einen schwarzen Anzug.“ Wie er denn dann überhaupt zum Fasching gekommen sei? „Die gute Stimmung, die coolen Leute, das viele Tanzen – das hat mich dann einfach gefesselt.“

Es war übrigens Bader, der einmal Faschingsprinz werden wollte. „Man hat nur einmal im Leben eine Phase, in der das möglich ist“, sagt er. Seine Freundin machte erstmal große Augen. „Aber ich wollte natürlich auf keinen Fall, dass er das mit einer anderen macht.“

„Wir haben Respekt vor dieser Zeit“

Nun rüsten sich die beiden also für die närrischste Zeit ihres Lebens. „Ja, wir haben schon Respekt“, sagen sie. Aber nicht vor dem Tanzen, sondern vor dem Sprechen, genauer gesagt vor der Rede beim Inthronisationsball. „Außerdem muss man ja allen Gruppen gerecht werden“, sagt Dollinger. Und sicher werde es eine Zeit mit wenig Schlaf, „und anschließend ist auch der Geldbeutel leer“, meint sie schmunzelnd.

Der Inthronisationsball findet am 10. Januar in der Lechsporthalle statt. Bis Mitte Februar wird das Paar rund 40 Auftritte absolvieren. Ein Höhepunkt ist der Umzug am Faschingssonntag. „Am meisten freuen wir uns aufs Tanzen“, sagen die beiden. Ihre Kostüme sind derzeit noch in Arbeit. „Wir hoffen, dass viele Besucher kommen und mit uns feiern.“

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