Markus Greger öffnet die Weinstube wieder – nach dem Scheitern seines Nachfolgers

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Mixt im neuen Jahr wieder Drinks: Markus Greger kehrt in die Weinstube in Rottach-Egern zurück. © Thomas Plettenberg

Der 61-jährige Markus Greger kehrt als Betreiber der Weinstube in Rottach-Egern zurück. Auch bei anderen Gastronomen am Tegernsee gibt es Veränderungen, und manchmal sind es nur Gerüchte.

Eine üppige und vielfältige Gastro-Szene gehört zum Markenzeichen des Tegernseer Tals. Dennoch sah es beim Angebot für Nachtschwärmer zuletzt etwas mager aus. Jetzt gibt‘s neue Nachrichten, und auch in der Hotellerie tut sich was.

Weinstube Greger

Er ist tatsächlich wieder da: Für Markus Greger (61) war es unverständlich, dass Marco Fleissner (31) die Weinstube in den Sand gesetzt hat. Nach 26 Jahren hatte Greger seine überaus beliebte Rottacher Bar mit Restaurant Ende 2023 übergeben. Doch es ging schnell bergab, Fleissner häufte offenbar einen riesigen Schuldenberg an, bis er im Herbst von heute auf morgen dichtmachte. Jetzt sperrt Greger wieder auf. Der Gmunder hat das Lokal erneut übernommen und legt voraussichtlich am Dreikönigstag (Dienstag, 6. Januar) wieder los. „Ich fange tatsächlich wieder bei null an, freue mich aber riesig“, sagt Greger. Die Konzession für das Lokal laufe weiter, allerdings werde die Weinstube einen neuen Namen bekommen. „Welchen, kann ich noch nicht sagen.“ Viele Nachtschwärmer freuen sich schon jetzt, dass ihr Markus wieder da ist und das Nachtleben wieder Fahrt aufnimmt.

Macks‘l Bar

Apropos Rottacher Nachtleben: Seit 2017 betreibt Franziska Mack (34) die Bar mit Restaurant Macks‘l an der Nördlichen Hauptstraße. Und das soll auch so bleiben. Die Rottacherin räumt mit Gerüchten auf, wonach sie das Lokal wohl aus familiären Gründen demnächst schließen wolle. Richtig sei, sagt sie auf Anfrage, dass sie ein zweites Kind bekommen habe und damit gerade stark gefordert sei. „Aber deshalb schließen wir nicht“, betont die 34-Jährige. Vielmehr werde ihr Mann Severin (36) mit dem Mitarbeiterteam ihre Babypause auffangen. „Es bleibt alles beim Alten“, versichert Franziska Mack.

Da Mimmo

Mit Gerüchten und Nachfragen sieht sich auch Mimmo Lapenna (57) konfrontiert, der 2021 mit seinem italienischen Restaurant eine neue Heimat im Gasthaus Zum Hirschberg in Kreuth-Scharling fand. Er höre zum Jahresende auf, heißt es. „Stimmt nicht“, stellt der Betreiber und Chefkoch klar. „Das Restaurant läuft weiter.“ Erst kürzlich wurde es vom Schlemmer Atlas wieder zu den Top 100 der italienischen Restaurants in Deutschland gekürt. Die Gerüchte mögen daher rühren, dass das Herzogliche Brauhaus Tegernsee die Immobilie von der Familie Högg gekauft hat. Doch auch Brauerei-Geschäftsführer Christian Wagner betont: „Am Pachtverhältnis mit Mimmo Lapenna ändert sich nichts.“

Mamma Clara

„Wir haben noch Hunger“, formuliert es Pasquale Sabbatella (30). Seit Langem sorgen die Sabbatella-Brüder für mächtig Dampf in den Ristorante-Küchen Tegernsees. Die Mamma Clara GmbH, mit Pasquale Sabbatella und Lena Kern als Geschäftsführern sowie Zwillingsbruder Roberto Sabbatella als Gesellschafter, betreibt bereits das italienische Lokal Mamma Clara. Francesco (42), der älteste der Sabbatella-Brüder, war lange Namensgeber des Lokals und ist das Gesicht noch heute. Jetzt erweitern die Sabbatellas ihr Reich: Die frühere Obermüller-Apotheke im Sparkassengebäude wird umgebaut, eine Bar mit Café wird eröffnen, spätestens im Sommer. „Wir sind gerade am Finalisieren des Konzepts, Architekten feilen noch an den Plänen“, sagt Pasquale, der das Lokal leiten wird. Den Namen könne er noch nicht nennen. Ab Mittag bis abends soll geöffnet sein. Für das „Pasquale im Stielerhaus“ kommt nun Fabio (39), auch einer der Sabbatella-Brüder, ins Spiel. „Er wird im Stielerhaus die Geschäftsführung übernehmen, ansonsten bleibt alles beim Alten“, sagt Pasquale Sabbatella.

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Seeglas

„Wir gehen zum Preysing“, sagen die meisten Gäste. Gemeint ist das Restaurant Seeglas in Gmund, das Georg von Preysing (49), einer der Söhne des gleichnamigen Altbürgermeisters, seit 20 Jahren betreibt. Zum 1. Januar übergibt er das Lokal mitsamt der 15- bis 30-köpfigen Mannschaft an Ludwig Altinger (35), der bereits seit vier Jahren als Geschäftsführer mit an Bord ist. „Nach 20 Jahren mit Sieben-Tage-Wochen brauche ich eine Auszeit“, gesteht der Gastronom. Mit Altinger habe sich eine gute Gelegenheit geboten, das Zepter zu übergeben. Er werde jetzt ein Jahr Pause machen, sich sortieren und dann wieder durchstarten, wenn sich die richtige Gelegenheit bietet, sagt Preysing. Einmal die Woche will der 49-Jährige noch aushelfen, Seeglas-Luft schnuppern.

Rosso

Ehemalige Stammgäste rätseln immer wieder, was aus dem Rosso wird, dem einst so beliebten Lokal nahe der Mangfall in Gmund. Jetzt ist klar: Hausbesitzer Klaus Aurich bietet seine Immobilie gerade zum Kauf an. „Das Rosso soll das bleiben, was es auch zuletzt war: ein tolles Lokal“, verspricht Immobilienmaklerin Eva Skofitsch, Inhaberin von Alpen Immo, im Namen des Verkäufers. Das kleine Haus sei komplett renoviert worden. „Es wäre startklar für einen neuen Gastrobetrieb“, so Skofitsch.

Überfahrt

Das Althoff Seehotel Überfahrt in Rottach-Egern, das als „Elegant Nature Resort“ mit fünf Sternen in der obersten Liga am Tegernsee mitspielt, steht kurz vor einer umfassenden Renovierung. Von 12. Januar bis 26. Februar bleibt das Hotel daher komplett geschlossen. Nicht nur der Spa-Bereich mit 28 Meter langem Indoorpool, Bewegungswelt und Fitnessstudio bekommt ein neues, modernes Design. Auch Zimmer, Bäder, Toiletten und Liftanlagen werden umfassend renoviert, bis hin zu Konferenzräumen, Suiten und der Präsidentensuite. „Die Umbauten werden doch so massiv sein, dass wir das unseren Gästen nicht zumuten könnten“, begründet Hoteldirektor Vincent Ludwig die Schließung, die sich in Teilen noch bis Sommer hinziehen wird. „Der elegante Nature-Stil wird sich dann im ganzen Haus wiederfinden“, so der Direktor.