Großer Schritt hin zum Bobmuseum in Ohlstadt: Gemeinderat für Standort in Wärmehalle

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An der Anschubbahn in Ohlstadt: Auf dem 1998 aufgenommenen Bild sind (v.r.) Stefan Gaisreiter, Christoph Gaisreiter und Stephan Grandi zu sehen. © Ströter/Archiv

Die Verwirklichung eines Bobmuseums in Ohlstadt ist einen großen Schritt näher gerückt. Der Gemeinderat befürwortete einmütig, die Ausstellung im Schwimmbad unterzubringen.

Ohlstadt – Die Verwirklichung eines Bobmuseums in Ohlstadt ist einen großen Schritt näher gerückt. Einmütig hat der Gemeinderat dem Antrag der Bobsportstiftung, des Bob- und Rodelclubs Ohlstadt sowie der ehemaligen Aktiven Stefan Gaisreiter, Wolfgang Zimmerer und Peter Utzschneider zugestimmt, in der leer stehenden Wärmehalle des Schwimmbades eine Ausstellung einzurichten. Die Idee als solche ist nicht neu, im Ortsbereich waren bereits verschiedene Standorte angedacht worden, wie etwa im Bahnhof der Kommune oder im neuen Bürgerhaus. Doch nun hatten die Antragsteller einen Vorschlag des Ratsmitgliedes Richard Frombeck (CSU/DGO) aufgegriffen und am 27. März eine Ortsbesichtigung vorgenommen. Auch Bürgermeister Christian Scheuerer (parteilos) ist von dem Vorhaben angetan, wie er in der Ratssitzung am vergangenen Dienstag erklärte. „Die Wärmehalle steht seit Jahren leer. Eine solche Nutzung wäre an dieser Stelle nicht verkehrt. Ich halte das für eine Bereicherung.“

Der Antrag sieht unter anderem vor, dass auf der Nordseite des Gebäudes eine Zugangsmöglichkeit geschaffen und die bestehende Glaswand durch einen Trockenbau verlängert wird, um eine Abgrenzung des Museums zum Schwimmbad zu erreichen. Die bestehenden Glasflächen im Treppenbereich sollen mit Folie abgeklebt, ein Durchbruch in die bestehenden Räume der Umkleiden und den Toilettenbereich hergestellt werden. Die baulich notwendigen Maßnahmen wollen die Antragsteller großenteils in Eigenleistung erbringen, heißt es in dem Schriftstück. Auch etwaige baurechtliche sowie statische und brandschutzrechtliche Aspekte könnten durch die Interessengemeinschaft in Eigenregie erbracht werden. Ratsmitglied Christian Binder (CSU) von der „Olympia Bobsport Stiftung“, der wegen seiner Mitgliedschaft nicht mitstimmen durfte, appellierte an das Gremium, den Antrag zu befürworten. „Zu den Öffnungszeiten haben wir noch keinen Plan, aber wir wollen einmal pro Woche aufmachen“, sagte er dazu. „Uns ist sehr daran gelegen, beide Räume zu bekommen und sie mit Leben zu erfüllen und die Bobgeschichte der Öffentlichkeit vorzustellen.“

Scheuerer erklärte, zunächst werde hierfür eine baurechtliche Nutzungsänderung notwendig. Auch müsse ein Pachtvertrag ausgearbeitet und abgeschlossen werden. „Ich gehe davon aus, dass wir da einen guten Weg miteinander finden.“ Franz Gaisreiter (CSU/DGO) plädierte dafür, „dass sie beide Räume kriegen“. Thomas Guggemoos (NLO) merkte an, dass die Fenster besser nicht zugeklebt werden sollten. „Man könnte das Bobmuseum doch auch von außen erlebbar machen.“ Seine Fraktionskollegin Friederike von Fürstenberg könnte sich einen Standort näher in Richtung Bobbahn vorstellen, betonte allerdings, sie werde den Antrag unterstützen: „Das ist für den Tourismus spannend und schön“.

Angetan vom Ergebnis der Abstimmung zeigte sich Mitinitiator Stefan Gaisreiter:  „Eine sehr erfreuliche Sitzung“, sagte er dem Tagblatt. „Seit vielen Jahren denken wir schon an ein Bobmuseum. Wir wollen aber nicht während der Badesaison mit Baulärm stören. Ich schätze, dass wir Ende September mit dem Umbau beginnen können, damit wir Ende Januar fertig sind.“ Ihm schwebt ein „Public Viewing“ während der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand vor: „Die haben zwar nicht direkt mit uns zu tun, aber mit dem Großereignis Bobsport schon. Das wäre ein schöner Start für das Museum.“

Heino Herpen

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