Eine vierköpfige Familie ist aktuell auf Puerto Rico gestrandet. Eigentlich sollte es für Nilgen Velazco (34), ihren Mann Malocom sowie die beiden kleinen Kinder am 3. Januar wieder in die Heimat nach Colorado gehen. Doch am Tag der Abreise bekamen sie laut dem "Business Insider" eine folgenschwere E-Mail: Ihr Flug wurde gestrichen – ausgelöst durch den US-Angriff in Venezuela.
"Wir sitzen alle hier fest": Familie in Puerto Rico braucht einen Flug in die USA
Die Umbuchung gestaltete sich schwierig, wie Nilgen gegenüber dem "Business Insider" schildert: "Die Person, mit der ich telefonierte, sagte uns immer wieder, dass die Plätze verschwinden würden, sobald sie darauf klicken würde, weil alle in derselben Situation wie wir sind. Wir sitzen alle hier fest, weil alle Flüge aus Puerto Rico gestrichen wurden, und versuchen verzweifelt, neue Flüge zu buchen."
Nach einer Stunde am Telefon bekam die Familie schließlich einen Flug am Freitag, 9. Januar. Doch es besteht die Möglichkeit, dass auch dieser wieder gestrichen wird.
Familie sitzt in Puerto Rico fest: "Es ist einfach wirklich frustrierend"
Dennoch hat dieser ungeplante Aufenthalt für die Familie finanzielle Einbußen zur Folge. Unter anderem müssen sie den Tiersitter und das Parken am Flughafen weiter bezahlen, was bereits mehrere Hundert Dollar ausmachen wird. Die Eltern müssten zudem eigentlich wieder zur Arbeit und die Kinder verpassen die Schule sowie Vorschule.
"Wir wollten einfach nur Weihnachten mit meiner Familie verbringen, etwas, was wir noch nie zuvor gemacht haben, und dann ist das passiert. Es ist einfach wirklich frustrierend", wird Nilgen vom "Business Insider" zitiert. Während sie bei der Familie unterkommen können, sollen andere Menschen auf Puerto Rico sogar Probleme dabei haben, ein Hotel zu finden.
Verkehrsminister teilte mit: "Luftraum über der Karibik und Venezuela eingeschränkt"
Der Verkehrsminister der Vereinigten Staaten, Sean Duffy, teilte am 3. Januar auf X mit: "Heute Morgen hat die FAA im Auftrag des US-Kriegsministeriums den Luftraum über der Karibik und Venezuela eingeschränkt, um die Sicherheit der Fluggäste zu gewährleisten. Diese Luftraumbeschränkungen werden aufgehoben, sobald es die Lage zulässt."
Für Nilgen könnte es nun jedoch Hoffnung geben, denn am Sonntag schrieb Duffy: "Die ursprünglichen Beschränkungen des karibischen Luftraums laufen um 0:00 Uhr ET aus, und Flüge können wieder aufgenommen werden. Die Fluggesellschaften wurden informiert und werden ihre Flugpläne umgehend aktualisieren."
Was in Venezuela passiert ist
Die USA haben bei einem Militäreinsatz in Venezuela Staatschef Nicolás Maduro festgenommen und ihn außer Landes gebracht, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die Vereinigten Staaten wollen die Führung des südamerikanischen Landes bis zu einem sicheren Wechsel übernehmen, sagte US-Präsident Donald Trump am Samstag Stunden danach in seiner Privatresidenz in Florida auf einer Pressekonferenz.
Nach seiner von Betrugsvorwürfen überschatteten Wiederwahl 2024 erkannte die Regierung in Washington den Linkspolitiker nicht mehr als rechtmäßigen Staatschef an. Wegen der mutmaßlichen Drogengeschäfte Maduros setzten die USA für Informationen, die zu seiner Festnahme führen, eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) aus.
mit dpa