Blamabler Start in Deutschland: Schweizer Hochgeschwindigkeitszüge aus dem Verkehr gezogen

Die sogenannten Giruno-Züge der Schweizer Bundesbahnen sollten eigentlich seit dem 14. Dezember die Eurocity-Express-Verbindung zwischen Hamburg und Basel fahren. Doch die Züge des Herstellers Stadler Rail haben einen Pannenstart hingelegt.

Wie das Schweizer Nachrichtenportal "Nau.ch" berichtet, traten in den letzten Wochen gehäuft technische Probleme auf. Die Giruno-Hochgeschwindigkeitszüge mussten kurz nach ihrem Start wieder aus dem Verkehr gezogen werden. Als Übergangslösung setzt die Deutsche Bahn vorübergehend ICE-Züge der Baureihe 412. 

Der Schweizer Giruno-Zug macht Probleme auf deutschen Schienen.
Der Schweizer Giruno-Zug macht Probleme auf deutschen Schienen. IMAGO / Rüdiger Wölk

SBB nennt Gründe für Störungen

Die SBB erklärte gegenüber "Nau.ch", dass die Probleme bei der Störstromüberwachung der Stromabnehmer liegen. Diese sei in Deutschland bei allen Fahrzeugen aktiv, anders als in der Schweiz. 

Aktuell wird ein Softwareupdate auf die Giruno-Züge gespielt. Dieses soll die Überwachung speziell für Doppeltraktion neu justieren und unnötige Fehlermeldungen vermeiden. "Wir sind zuversichtlich, dass ab 2. Januar die Giruno wieder durchgehend bis nach Hamburg verkehren können", so die SBB.

Ausgerchnet Konkurrent Siemens springt ein

Für Reisende ergeben sich derzeit aufgrund der ausgetauschten Züge keine Einschränkungen. Reservierungen für Giruno-Züge können erstattet werden. Dass die Konkurrenz von Siemens nun die Züge ersetzt, dürfte Stadler Rail sicher nicht gefallen. 

Auch im Eurotunnel zwischen Großbritannien und dem europäischen Kontinent ist es zu einer massiven Störung gekommen. Laut "Mirror" saßen Passagiere stundenlang in den Zügen fest.