Heimatsound-Festival: Junger Österreicher als Publikumsmagnet?

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Zieht seit Jahren Tausende Besucher an: Das Heimatsound-Festival im Passionstheater. © Dominik Bartl

Ab Freitag strömende wieder Tausende Besucher zum Festival nach Oberammergau. Im Passionstheater treten viele Künstler zum ersten Mal auf. Zugpferd könnte ein Sänger aus Wien werden.

Schon vor Monaten haben Frederik Mayet und sein Team eine Entscheidung getroffen, die sich in wenigen Tagen als Glücksfall erweisen könnte. Anders als in den vergangenen Jahren findet das Heimatsoundfestival heuer am zweiten August-Wochenende statt. Hätten sie am traditionellen Termin – der ersten Augustwoche – festgehalten, wäre das Festival wohl eine ziemlich nasse Angelegenheit geworden. Für das kommende Wochenende (8./9. August) sehen die Vorhersagen deutlich besser aus. Und trotzdem hat der Regen aus den vergangenen Tagen noch Einfluss auf die letzten Planungen.

98 Prozent der Tickets schon verkauft – Nur noch etwa 100 Restkarten zu haben

Gegenüber vielen anderen Festivals hat das im Passionstheater einen großen Vorteil – die Besucher haben ein Dach über dem Kopf. Zumindest die, die sich im Vorverkauf bereits ein Ticket gesichert haben. Tausende haben das seit Februar auch schon getan. „Wir sind zu 98 Prozent ausverkauft“, sagt Mayet. Und der 45-Jährige ist sehr zuversichtlich, dass auch noch die letzten zwei Prozent – etwa 100 Tickets – einen Abnehmer finden. Seit Bestehen lebt die Veranstaltung aber auch von den Menschen, die keinen Zutritt zum Passionstheater haben. Die einfach so aufs Gelände kommen, den Künstlern von draußen lauschen und sich an den regionalen Ständen mit Essen und Trinken versorgen. „Genau diese Atmosphäre macht uns aus“, sagt Mayet.

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Und noch einen Anspruch haben die Veranstalter an ihr Festival: Eines für alle Altersgruppen soll es sein. Zuletzt haben sie allerdings beobachtet, dass das Publikum insgesamt „etwas älter“ wurde. Mit vielen neuen Künstlern wollen Mayet und sein Team heuer auch wieder mehr jüngere Zuhörer ins Passionstheater locken. Als Zugpferd könnte sich dafür am Freitag Florian Gruber erweisen. Unter seinem Künstlernamen „Rian“ hat er auf der Streaming-Plattform Spotify pro Monat über 1,7 Millionen Zuhörer. Seinen bekanntesten Song „Verwandtschaftstreffen“ – darin philosophiert der Wiener über die Schattenseite von Großfamilien – haben schon über 30 Millionen gehört.

Rian, aufstrebender Sänger aus Österreich.
Publikumsmagnet? Rian tritt am Freitag auf. © IMAGO/Harald Deubert

Viele Künstler geben ihr Debüt beim Heimatsound-Festival

Ihr Debüt in Oberammergau geben ebenfalls am Freitag „Florian Paul und die Kapelle der letzten Hoffnung“. Zum Repertoire der jungen Gruppe gehören schwermütige Liebeslieder, Jazz, Pop und Filmmusik. „Auf ihn bin ich schon sehr gespannt“, sagt Mayet.

Das gilt auch für andere Debütanten wie „Principess“, „Schrödingers Taube“ oder „Irie Fambli“. Eine Premiere im zweiten Anlauf wird es für „Endless Wellness“. Die österreichische Band, die sich alternativen Liebesliedern verschreibt, wurde 2024 von einer Erkrankung ausgebremst.

Endless Wellness, Band aus Österreich.
Premiere im zweiten Anlauf: Die Band Endless Wellness sollte schon 2024 beim Heimatsound-Festival spielen, wurde aber vom Coronavirus ausgebremst. © Rea von Vic

Große Pfützen auf Camping-Flächen: Organisatoren haben Alternativen parar

Bis das Festival am Freitag startet, richten sich die Blicke der Verantwortlichen auf die Wiesen rund um das Passionstheater. Wo in wenigen Tagen Tausende campen wollen, hat der Regen teils große Pfützen hinterlassen. „Wir kümmern uns schon um Ersatz“, betont Mayet. Die Organisatoren sind für alle Fälle gewappnet.

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