Telekom verschiebt Glasfaserausbau in Aying auf unbestimmte Zeit

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. München Landkreis
  4. Aying

Kommentare

Die geplanten Glasfaseranschlüsse liegen für Bürger in Aying derzeit in weiter Ferne. © Symbolfoto: Matthias Rietschel/dpa

Auf unbestimmte Zeit verschiebt die Deutsche Telekom den flächendeckenden Glasfaserausbau in der Gemeinde Aying. Diese Hiobsbotschaft erhielt der Gemeinderat jetzt höchstpersönlich von einem Vertreter der Telekom, der in der Sitzung anwesend war und die Gründe erläuterte.

Aying - Laut Pressemitteilung der Gemeinde lägen die Verzögerungen im eigenwirtschaftlichen Ausbau des Glasfasernetzes durch die Telekom am Krieg in der Ukraine und der damit einhergehenden massiven Inflation, die die Baupreise in die Höhe getrieben hätte. Weiterhin sei es schwierig, Tiefbaufirmen zu engagieren. Die Telekom ist zudem durch Verträge, die an Förderverfahren gekoppelt sind, gebunden, diese Projekte vorrangig durchzuführen, da sie ansonsten mit hohen Vertragsstrafen rechnen müsse. Der eigenwirtschaftliche Ausbau, sprich ein Ausbau des Glasfasernetzes auf eigene Kosten der Telekom, wird deswegen auf unbestimmte Zeit zurückgestellt.

Gemeinde stellt Förderantrag

Der Vertreter der Telekom erläuterte weiter, dass die Gemeinde die Möglichkeit habe, sich ebenfalls für ein Förderverfahren zu bewerben. Dies hätte zur Folge, dass aufgrund der staatlichen Fördersummen, die die Gemeinde dann erhalten würde, die Telekom wiederum verpflichtet sei, einen Ausbau des Glasfasernetzes zeitnah durchzuführen. Die Gemeinde Aying hat nun einen Antrag auf Förderung gestellt. Wie hoch jedoch die Chancen auf einen Zuschlag sind, ist fraglich, da aktuell sehr viele Kommunen diesen Weg aufgrund derselben Erfahrungen gehen und deswegen der Fördersummentopf nicht die ausreichenden Mittel bereithält, verglichen mit der Anzahl der Antragsteller.

Ausbau sollte bis 2025 erfolgt sein

Noch im Jahr 2022 hatte die Telekom eine großzügige Planung vorgestellt und damit geworben, im eigenwirtschaftlichen Ausbau rund 1300 Gebäude und damit rund 2600 Wohneinheiten mit dem schnellen Internet zu versorgen. Bürgermeister Peter Wagner (CSU) hatte damals einen „Letter of Intent“ zusammen mit der Telekom unterzeichnet, der die Realisierung dieser Absicht bis Ende 2025 schriftlich formulierte. (mm)

Auch interessant

Kommentare

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/aying-ort28266/aying-telekom-verschiebt-glasfaserausbau-auf-unbestimmte-zeit-93397557.html