Ein tragischer Todesfall in Palermo sorgt für Entsetzen in Italien. Ein Polizist starb nach dem Biss einer Braunen Violinspinne. Die "Berliner Morgenpost" berichtet, dass sich der Vorfall während der Gartenarbeit ereignete. Franco Aiello starb drei Tage später trotz medizinischer Bemühungen an Herzrhythmusstörungen im Cervello-Krankenhaus in Palermo.
Braune Violinspinne in der Regel nachtaktiv
Die "Berliner Morgenpost" erklärt, dass die Braune Violinspinne, wissenschaftlich als Loxosceles rufescens bekannt, sich in Italien sowie anderen südlichen Ländern ausbreitet. Die Spinne ist unauffällig und klein, mit einer Körpergröße von sieben bis neun Millimetern und einer violinenförmigen Zeichnung auf dem Rücken.
Laut "t-online" ist die Violinspinne in der Regel nachtaktiv und hält sich tagsüber in Mauerritzen oder hinter Möbeln auf. Ihr Gift führt meist nur zu lokalen Symptomen wie Rötungen und leichten Schmerzen, kann jedoch in einem Drittel der Fälle ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen und tödlich enden.
Forscher warnen vor Spinnenbiss: Arzt aufsuchen
Forscher der Universität der Balearen warnen laut "Berliner Morgenpost" vor den ernsten Gefahren dieser Spinne. Ein Biss verursacht zunächst nur leichte Symptome, kann aber irreparable Schäden an Haut und Gewebe verursachen.
Betroffene sollten bei typischen Anzeichen wie Blasenbildung und Hautverfärbungen sofort einen Arzt aufsuchen. Nur durch rechtzeitige Behandlung können schlimmere Folgen verhindert werden.
Nest mit 500 Falschen Witwen bei Briten entdeckt
Ein ehemaliger Personal Trainer aus Slough in Großbritannien musste kürzlich nach einem Spinnenbiss ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ivan Savage, 60, erlitt durch den Biss einer Falschen Witwe eine schwere Infektion, die kurzzeitig eine Amputation seines Arms notwendig erscheinen ließ.
Savage berichtete, dass er zunächst nur einen stechenden Schmerz in seinem Ellbogen verspürte und daraufhin eine Falsche Witwe auf seinem Arm entdeckte. „Ich wurde zweimal gebissen - einmal in den Ellbogen und einmal in die Hand“, sagte Savage. Im Krankenhaus entwickelten sich schwarze Geschwüre in seiner Hand, und die Ärzte diagnostizierten eine Blutvergiftung.
Während Savage im Krankenhaus behandelt wurde, säuberten Schädlingsbekämpfer sein Haus und fanden ein Nest mit etwa 500 Falschen Witwen. Die Spinne, die ursprünglich in Madeira und den Kanarischen Inseln beheimatet ist, wurde in Deutschland bereits 2017 nachgewiesen und dringt häufig in menschliche Behausungen ein. Ihr Biss kann schwere bakterielle Infektionen verursachen und im schlimmsten Fall zur Amputation führen.