Horror im eigenen Zuhause - Mann stirbt fast an Spinnenbiss - Gattung gibt es auch in Deutschland

Ivan Savage, ein 60-jähriger ehemaliger Personal Trainer aus dem britischen Slough, ist beinahe an den Folgen eines giftigen Spinnenbisses gestorben. Wie die „Daily Mail“ berichtet, musste Savage ins Krankenhaus eingeliefert werden, weil sich die Bisswunde entzündet und sein Gesundheitszustand rapide verschlechtert hatte. Sein Haus war von Hunderten giftigen Falschen Witwen und Wolfsspinnen befallen.

Als Savage aufstand, spürte er einen stechenden Schmerz in seinem Ellbogen und entdeckte eine Falsche Witwe auf seinem Arm. „Ich wurde zweimal gebissen - einmal in den Ellbogen und einmal in die Hand. Ich dachte, es wäre nur ein Spinnenbiss, aber innerhalb von Minuten erschienen diese kleinen schwarzen Geschwüre in meiner Hand“, zitiert die „Daily Mail“ Savage.

„Sie sagten, ich sei nur noch zwölf Stunden vom Tod entfernt“

Savage fühlte sich unwohl und rief den Notarzt, bevor er in seinem Wohnzimmer zusammenbrach. Im Krankenhaus entwickelte er eine Blutvergiftung. Die Ärzte mussten in Erwägung ziehen, seinen Arm zu amputieren, um die Ausbreitung des Gifts zu stoppen. „Sie sagten, ich sei nur noch zwölf Stunden vom Tod entfernt“, sagt Savage. Doch nach einer Operation, bei der das abgestorbene Gewebe aus seiner Hand entfernt wurde, konnte sein Arm gerettet werden.

Während Savage im Krankenhaus lag, wurde sein Haus chemisch gereinigt, um es von den Spinnen zu befreien. Dabei entdeckten die Schädlingsbekämpfer ein Nest mit etwa 500 Falschen Witwen. Savage, der bereits im vergangenen Jahr von einer Falschen Witwe in den Knöchel gebissen worden war, leidet seit dem jüngsten Vorfall unter Taubheitsgefühlen und Bewegungseinschränkungen in der betroffenen Hand.

Falsche Witwe gibt es auch in Deutschland

Die Falsche Witwe, auch Edle Kugelspinne genannt, hat ihren Weg auch nach Deutschland gefunden. Die ursprünglich auf Madeira und den Kanarischen Inseln beheimatete Spinne wurde nach Mitteleuropa eingeschleppt und 2017 erstmals in Deutschland nachgewiesen. Mit ihren Beißwerkzeugen kann sie die menschliche Haut durchdringen und ihr Gift injizieren, wie „echo24.de“ berichtet. Vor allem in Gebieten, in die sie eingeschleppt wurde, dringt sie häufig in menschliche Behausungen ein.

Die „Falsche Witwe“ ähnelt der Schwarzen Witwe und gehört zur Gattung der Fettspinnen. Ihr Gift ist zwar nicht tödlich, aber der Biss führt zu schweren bakteriellen Infektionen und im schlimmsten Fall zur Amputation des betroffenen Körperteils. Deshalb kommt es in Großbritannien, wo sich die Spinne ausgebreitet hat, immer wieder zu Todesfällen.