Wie wird Solarenergie für Landsbergs Altstadt-Dächer möglich?

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Die Studierenden aus Karlsruhe vor einer von Landsbergs bedeutsamen Stadtansichten. © Die Studierenden aus Karlsruhe vor einer von Landsbergs bedeutsamen Stadtansichten.

Wie können erneuerbare Energien und Denkmalschutz zusammengeführt werden? 21 Architektur-Studentinnen und -Studenten des Karlsruher Instituts für Technologie haben sich dem Thema in Landsberg angenommen.

Landsberg - Durch eine Änderung des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes von 2023 können Eigentümer für die Gewinnung erneuerbarer Energien im Baudenkmal Maßnahmen ergreifen, wenn keine „überwiegenden Gründe des Denkmalschutzes entgegenstehen“. Entscheidend sind Einsehbarkeit, historische Raumqualitäten und Gestaltungskriterien, die Kommunen in einem Solarrahmenplan erfassen, um die Entscheidung der Unteren Denkmalschutzbehörde zu unterstützen. In dem im Stadtrat für Landsberg beschlossenen Solarrahmenplan gehe es vor allem darum, „die Dachlandschaft als ‚fünfte Fassade‘ zu entwickeln, informiert die Stadtverwaltung. Der Planungs-Zwischenstand wurde im Bauausschuss der Stadt im März präsentiert.

Solaranlagen versus Einzeldenkmäler und bedeutsame Stadtansichten für Landsbergs Altstadt

Die Studierenden recherchierten Einzeldenkmäler und bedeutsame Stadtansichten als besonders schützenswerte Bereiche, beispielsweise die Sicht vom Lech-Westufer auf die Altstadt. Mit Dr. Daniel Broschart vom städtischen Referat „Digitaler Zwilling, Klimaschutz und Mobilität“ wurden Teildachflächen der Altstadt klassifiziert und Gestaltungsanforderungen bestimmt. Die reichen dabei von „individuelle Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege erforderlich“ bis hin zu „niedrige Gestaltungsanforderungen“. Die so entstandenen Karten sind laut Stadtverwaltung eine „ideale Diskussionsgrundlage“. Eine Bürgerbeteiligung durch einen moderierten Workshop mit Eigentümern und Bürgern sei aktuell in Vorbereitung.

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