Am Tegernsee löste eine Isomatte und ein Rucksack am Seeufer beinahe einen Großeinsatz aus. Die Polizei bittet um Mithilfe der Badegäste, indem sie persönliche Gegenstände mit Telefonnummern versehen.
Tegernseer Tal – Die Wasserschutzpolizeigruppe der Polizeiinspektion Bad Wiessee bittet aus gegebenem Anlass um Mithilfe und Sensibilisierung der zahlreichen Badegäste an den Seen.
Bei den derzeitigen Temperaturen wird unter anderem der Tegernsee gerne zur Erfrischung und zum Verweilen an den zahlreichen Badestellen genutzt, teilt die Polizei mit. Leider bleiben auch immer wieder Badesachen und persönliche Gegenstände bis hin zu SUP-Boards am Ufer zurück.
Dies löste Anfang der Woche fast einen Großeinsatz von Rettungskräften aus. Am Ufer wurde von einem aufmerksamen Badegast eine Isomatte mit dazugehörigem Rucksack und Badetuch festgestellt. Ein vermeintlicher Besitzer kam über eine Stunde nicht zu dem Badeplatz zurück.
Polizei bittet Badegäste um Mithilfe und Achtsamkeit am Ufer
„Da die Gegenstände in unmittelbarer Nähe zum Ufer lagen, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich der oder die Eigentümer/in in einer hilflosen Lage im See befindet“, erklären die Beamten. Die Polizei Bad Wiessee schickte eine Streife an Land zur Abklärung des Sachverhalts. Hinweise auf den Besitzer fanden sich bei den persönlichen Gegenständen nicht.
Zeitgleich machte sich das Polizeiboot auf den Weg, um den Uferbereich vom Wasser aus abzusuchen. Eine Alarmierung der Wasserwachten und der DLRG stand unmittelbar bevor, als sich ein Passant meldete. Dieser kannte die Besitzerin der Badesachen, die dann auch telefonisch erreicht werden konnte.
Persönliche Gegenstände mit Telefonnummern und Zetteln versehen
Sie befand sich auf einer Bergtour und gab gegenüber den Beamten an, dass sie am Morgen die Badematte und das Strandtuch an den See gelegt hatte, um den Platz zu reservieren – das mache sie immer so.
Bei den Rettungskräften von Wasserwacht, DLRG und Feuerwehr handelt es sich überwiegend um ehrenamtlich tätige Personen. Diese verlassen unter Tags in der Regel ihre Arbeitsstelle, um Menschenleben zu retten. „Daher ist es umso ärgerlicher, wenn Fehlalarme durch fahrlässiges oder unüberlegtes Verhalten entstehen“, macht die Polizei klar.
Um eine schnelle Abklärung sicherzustellen, kann jeder auch in eigenem Interesse mithelfen – eine Telefonnummer an einem SUP oder auf einem Zettel im Rucksack würde den Einsatzkräften oftmals helfen und auch den Besitzern von tatsächlich vergessenen Gegenständen ihr Eigentum schnell zurückbringen.
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