Weil die Miete erhöht wird, muss eine Kult-Gastronomie aus Düsseldorf dicht machen. Der Inhaber richtet sich mit emotionalen Worten an seine Freunde und Kunden.
Düsseldorf – Es ist nicht so, dass Michael Geisner nicht weitermachen wollte. Oder dass es nicht gut lief in seinem französischen Restaurant. Ganz im Gegenteil, der Laden lief und erst nach dem Tod des früheren Inhabers, Ideengebers und Mentors Robert Hülsmann 2021 hatte Geisner sich dafür entschieden weiterzumachen.
Doch jetzt geht es nicht mehr. Das schreibt Geisner in einem emotionalen Facebook-Post. „Liebe Freunde, Gäste und Wegbegleiter, es fällt uns unendlich schwer, diese Worte zu schreiben“, heißt es da. „Nach vielen Jahren voller Leidenschaft, Hingabe und unzähliger besonderer Momente müssen wir das Robert Punkt zum Ende Februar schließen.“
Mieterhöhung lässt dem Restaurant Robert Punkt keine Wahl
Grund sei die Mieterhöhung, die lasse „leider keine andere Wahl“. Das Restaurant sei Robert Hülsmanns Traum gewesen, und mehr als das: „Es war ein Gefühl, ein Ort an dem Menschen zusammengekommen sind, an dem gekocht, gelacht und genossen wurde.“
Und dieses Gefühl solle auch nicht vorbeigehen. Geisner und sein Team suchen schon etwas Neues „Wir lassen uns biegen, aber niemals brechen“, schreibt er. Und: „Wir geben nicht auf. Wir suchen ein neues Zuhause für das Robert Punkt, einen Ort, an dem Roberts Geist, unsere Leidenschaft und Eure Unterstützung weiterleben können.“
Bis Ende Februar wird aber erst mal noch an der Rheinuferpromenade gekocht. „Kommt vorbei, lasst uns gemeinsam genießen, erinnern und feiern“, lädt Geisner alle ein. Und die Leute werden wohl auch weiterhin kommen: „Der Ort ist egal“, schreibt ein Facebook-User unter den Post, der bis Anfang November schon 89 Kommentare hatte (Stand 3. November).
„Wir kommen gerne zu euch, auch an einer anderen Stelle.“ Ein anderer: „Uns werdet Ihr nicht so schnell los! Und wir sind viele!“ Die Unterstützung für das Restaurant mit französischen Delikatessen ist also auf jeden Fall weiterhin vorhanden.
Nicht nur die Miete am Rheinufer wird teurer. Auch der Preis für Glühwein in Düsseldorf wird aktuell hitzig diskutiert. Potenzielle Weihnachtsmarkt-Besucher beklagen eine „überteuerte Zuckerbrühe“.