„Erhöhung gerechtfertigt“: Kita-Betreuung und Mittagessen werden teurer

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. München Landkreis
  4. Grasbrunn

Kommentare

Auf höhere Gebühren müssen sich die Eltern in Grasbrunn einstellen. © Monika Skolimowska/dpa

Die Gemeinde Grasbrunn hebt die Betreuungsgebühren an. Auch das Mittagessen für die Kinder wird teurer.

Ab 1. September werden in Grasbrunn die Betreuungsgebühren ebenso um fünf Prozent angehoben wie die Gebühren für die Mittagsbetreuung. Zudem wird das tägliche Essensgeld um 50 Cent auf 6,50 Euro erhöht. Der Hauptausschuss war sich in dieser Erhöhung einig, weil die Eltern lediglich zwölf Prozent der Ausgaben bezahlen, die Gemeinde aber 57 Prozent.

2016 beschloss der Gemeinderat, die Gebühren für die Benutzung der Kindertageseinrichtungen regelmäßig zum 1. September zu prüfen. Man wollte die Gebühren sukzessive maßvoll erhöhen. Anders als 2014, als man zuvor jahrelang keine Anpassung vorgenommen hatte und dann eine sehr große Erhöhung notwendig war.

Die maßvolle Erhöhung wurde 2020 und 2021 wurde wegen der Pandemie und der vielen Kita-Schließungen ausgesetzt. In 2023 und 2024 wurde jeweils um fünf Prozent erhöht, das Tee- und Spielgeld in Höhe von 10 Euro und das Essensgeld auf fünf Euro. Im vergangenen Jahr gab es eine Erhöhung um drei Prozent, da gleichzeitig die Geschwisterermäßigung neu geregelt wurde. Zudem wurde das Essensgeld auf sechs Euro erhöht.

Nun schlägt die Verwaltung zum 1. September eine Erhöhung um fünf Prozent sowie des Essensgeldes auf 6,50 Euro vor. „Die Tariferhöhungen der pädagogischen Beschäftigten betragen seit April 2024 zehn bis zwölf Prozent, bei den aktuellen Tarifverhandlungen erwarten wir weitere Steigerungen von mindestens drei Prozent“, erklärte Bürgermeister Klaus Korneder (SPD). Zudem trage die Gemeinde von den jährlichen Gesamtkosten der Kitas in Höhe von fast 6 Millionen Euro den Löwenanteil von 3,4 Millionen (57 Prozent). Die Zuweisungen vom Freistaat belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro (30), die Eltern bezahlen lediglich rund 700 000 Euro oder zwölf Prozent. „Die tatsächlichen Kosten pro Essen betragen zwischen sieben und 8,50 Euro, eine Erhöhung für die Eltern auf 6,50 Euro halte ich daher für gerechtfertigt“, sagte Korneder. Die Mehreinnahme für die Gemeinde durch die Gebührenanhebung würde 20 000 Euro betragen, beim Essen wären es 10 000 Euro mehr.

Bei der Mittagsbetreuung betrug das Defizit 2024, das die Gemeinde nach Anrechnung der Elterngebühren und Zuschüsse der Regierung von Oberbayern übernahm, rund 107 000 Euro. Im Vorjahr waren es 90 000 Euro. „Auch hier ist durch die allgemeine Preissteigerung und die Tarifabschlüsse mit einem weiteren Anwachsen des Defizits zu rechnen. Daher müssen wir auch hier die Gebühren erhöhen“, sagte Korneder. Diese Anhebung würde für die Gemeinde eine Einnahme von rund 10 000 Euro ergeben.

Aufgrund des „kleinen“ Beitrags durch die Eltern zu den Kita-Gebühren und der Mittagsbetreuung war sich der Hauptausschuss einig in der Erhöhung der Gebühren und des Essensgeldes.

Auch interessant

Kommentare