Ein 54-jähriger Klimaaktivist soll einen Gerichtstermin wegen einer Kreuzfahrt verpasst haben. Die „Letzte Generation“ steht in der Kritik.
München – Die Klimaschutzbewegung „Letzte Generation“ sorgt durch ihre Aktionen immer wieder für kontroverse Debatten. Jetzt tobt wieder eine Doppelmoral-Diskussion um eine angebliche Urlaubsreise eines Aktivisten. Er soll auf einer Kreuzfahrt sein und dafür einen Gerichtstermin sausen gelassen haben. In der Vergangenheit wurden andere einzelne Klimaaktivisten stark kritisiert, weil sie nach Bali oder Mexiko reisten. Der aktuelle Vorwurf ist ganz ähnlich.
Klimaaktivist der „Letzten Generation“ erscheint nicht vor Gericht: Angeblich macht er Kreuzfahrt
Ein 54-jähriger Klimaaktivist soll laut Berichten der Bild-Zeitung einen Gerichtstermin im Amtsgericht Hannover verpasst haben, da er sich zu diesem Zeitpunkt (12. bis 16. Februar) auf einer Kreuzfahrt von Kiel nach Oslo und befunden haben soll. Am Donnerstag (15. Februar) lief allerdings sein Prozess wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vor dem Amtsgericht Hannover.
Demnach fährt der Aktivist mit der „MS Color Line Fantasy“ von Kiel nach Oslo. Der Betreiber beschreibt das Schiff als „größtes Kreuzfahrtschiff der Welt mit Fahrzeugdeck“. Es bietet Platz für 2400 Passagiere, 750 PKW und hat 42.400 PS. Die Route hingegen ist höchstens eine Mini-Kreuzfahrt, ist weit entfernt von kontrovers diskutierten Weltreisen mit XXL-Schiffen.
Amtsgericht bestätigt Abwesenheit von Klimaaktivist – wirklich im Kreuzfahrt-Urlaub?
Das Amtsgericht Hannover konnte auf Nachfrage von IPPEN.MEDIA diese Informationen nicht vollständig bestätigen. Eine Pressesprecherin erklärte, der Angeklagte sei „zu dem gestrigen Termin nicht erschienen und hat seine Abwesenheit mit einer Urlaubsreise begründet“. Ob es sich dabei um eine Kreuzfahrt handelte, konnte sie nicht bestätigen. Eine Stellungnahme von der „Letzten Generation“ steht noch aus.
Vor etwa einem Jahr sprühten zwei der Angeklagten während einer Sitzung der Regionspolitiker Farbe an eine Wand im Haus der Region, wie die Hannoversche Allgemeine berichtet. Die Mitglieder der „Letzten Generation“ wurden daraufhin wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch angezeigt.
Schließlich wurde die Gruppe dazu verurteilt, den Saal im Regionshaus zu reinigen. Im Gegenzug dürfen die Aktivisten einen Brief an die Abgeordneten verfassen. Zudem muss die Gruppe eine Geldstrafe an den Bund für Umwelt und Naturschutz Niedersachsen zahlen. Das Verfahren wird vorerst eingestellt. „Wir sitzen alle im selben Boot“, kommentierte Richterin Pinski am Ende der Verhandlung. (moe)
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