Kurzfristige Programmänderung am 30.12. bei der ARD – aus traurigem Anlass

Der Tod von Peter Sattmann sorgt für große Anteilnahme in der deutschen Fernsehlandschaft. Der Schauspieler, Theaterregisseur und Bühnenautor stirbt am ersten Weihnachtsfeiertag – nur einen Tag vor seinem 78. Geburtstag. Über viele Jahrzehnte prägt er Bühne und Bildschirm, ohne je den großen Auftritt zu suchen. Erst einige Tage später wird sein Tod öffentlich bekannt.

ARD ändert TV-Programm am 30. Dezember kurzfristig

Als Reaktion auf die Todesnachricht passt die ARD kurzfristig ihr Programm an. Am Dienstag, 30. Dezember, zeigt der Sender um 14.03 Uhr den Spielfilm „Was glücklich macht“ aus dem Jahr 2009. Die Ausstrahlung ist als stille Würdigung gedacht und rückt eine der bekanntesten Rollen Peter Sattmanns erneut ins Blickfeld.

Im Mittelpunkt steht die Figur Peter, ein ehemaliger Bauleiter, der in den Vorruhestand geht und hofft, endlich Zeit für sich und seine Ehe zu finden. Er nimmt sich vor, einen Roman zu schreiben und mehr Nähe zu seiner Frau Charlotte (Jutta Speidel) zuzulassen. Doch während sie beruflich weiter stark eingebunden bleibt, fühlt sich Peter zunehmend verloren. Die Unsicherheit über den neuen Lebensabschnitt bringt nicht nur ihn selbst, sondern auch die Ehe ins Wanken.

Im Anschluss zeigt die ARD wie vorgesehen „Praxis mit Meerblick“. Der Film „Servus, Schwiegersohn!“ entfällt im Zuge der Programmänderung. Zusätzlich läuft „Was glücklich macht“ in der Nacht um 2.35 Uhr noch einmal.

Peter Sattmann als Vorruheständler Peter im ARD-Film „Was glücklich macht“ (2009), der nun kurzfristig ins Programm rückt.
Peter Sattmann als Vorruheständler Peter im ARD-Film „Was glücklich macht“ (2009), der nun kurzfristig ins Programm rückt. NDR

Peter Sattmann: Verlässliche Größe im deutschen Fernsehen

Peter Sattmann gehört über Jahrzehnte zu den festen Größen im deutschen TV. Seit 1973 steht er vor der Kamera und wirkt in mehr als 180 Film- und Fernsehproduktionen mit. Besonders in den 1990er- und 2000er-Jahren ist er regelmäßig in Haupt- und Nebenrollen zu sehen und überzeugt durch seine ruhige, präzise Spielweise.

Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt die Tragikomödie „Das Familienfest“, in der Sattmann auch musikalisch beteiligt ist. Darüber hinaus übernimmt er zahlreiche Gastauftritte in populären Reihen wie „Tatort“, „Polizeiruf 110“ und „Das Traumschiff“.

Neben Film und Fernsehen bleibt das Theater stets ein zentraler Bestandteil seines künstlerischen Lebens. Seine Laufbahn beginnt 1969 am Deutschen Theater Göttingen. Auch später zieht es ihn immer wieder auf die Bühne, wo er für seine feinen Charakterzeichnungen und seine Nähe zum Publikum geschätzt wird.

Schauspiellegende Peter Sattmann ist verstorben.
Schauspiellegende Peter Sattmann ist verstorben. Picture Alliance

Krankheit, Rückzug und späte Offenheit

In seinen letzten Lebensjahren zieht sich Peter Sattmann zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück. Bereits 2019 spricht er im „Spiegel“ offen über seine gesundheitliche Situation. Er leide unter Altersdiabetes, extrem hohem Blutdruck und Herzrhythmusstörungen. Seit seinem 50. Lebensjahr nehme er täglich Medikamente. Öffentliche Auftritte werden seltener, sein Werk bleibt präsent.