Es wurde mit allen Mitteln gesucht, trotzdem blieb ein Mini-Rind tagelang verschwunden. Man fürchtete das Schlimmste. Doch nun ist das Tier wieder da.
Olching - Es steht unversehrt auf der Weide nahe der Römerbrücke bei Esting. Die Besitzerin ist überglücklich.
Der Bulle war trotz Elektrozaun ausgebüxt und hat einen etwas längeren Spaziergang gemacht. Die Suche nach ihm war längst aufgegeben worden. Am Montagabend änderte sich die Situation schlagartig. Aufmerksame Passanten entdeckten das Mini-Rind. Es stand auf freiem Feld - nicht weit von seinem Stall entfernt.
Zufall
Sofort wurde die Feuerwehr informiert. Die Einsatzkräfte hatten bereits am Donnerstag mit Drohnen, einem Boot und 30 Einsatzkräften nach dem abgängigen Tier gesucht.
Als am Montag die Meldung über die Sichtung des Mini-Rindes einging, half der Zufall den Rettungskräften. Die führten nämlich zufällig genau in diesem Gebiet ihre Montagsübung durch und waren sowieso vor Ort. Sofort eilten sie zu dem zotteligen Ausreißer.
Wo war das Tier?
Die Besitzerin wurde angerufen. Sie eilte sofort herbei und fing den Bullen wieder ein und brachte ihn auf seine angestammte Weide, die er mit vier anderen Rindern teilt. Wo sich das etwa ein Jahr alte Mini-Rind tagelang und mutterseelenallein herumgetrieben hat, wird wohl auf ewig sein Geheimnis bleiben.
Zwischendurch hatte man schon befürchtet, es sei in die Amper geraten, die immer noch viel Wasser führt, in die Strömung geraten und dort umgekommen. Man hatte allerdings weitergesucht, um wenigstens Gewissheit zu haben. Und das, obwohl die Mücken die Helfer fast aufgefressen hätten.
Bis zur Autobahnbrücke wurde das ganze Gelände durchkämmt, das ist eine Strecke von um die sechs Kilometer. Mit einem so guten Ausgang wie er jetzt wirklich wurde, wagte man kaum noch zu rechnen. Nicht nur die Besitzerin kann jetzt wieder durchatmen. Auch der Olchinger Feuerwehrkommandant Josef Gigl, die die Rettungsaktion koordiniert hatte, freut sich über den Erfolg.