Nach dem eher durchwachsenen Jahresende, der letzte „Tatort“ sackte unter die 5-Millionen-Marke, war der Sonntagabend (5.1.) für Das Erste ein wichtiger Test: Mit dem heiß diskutierten Freiburger Fall „Das jüngste Geißlein“ musste der „Tatort“ zeigen, ob er sein Publikum zurückgewinnen kann. Schon die Einschaltquote zeigte, dass der Krimi wieder Interesse weckte: 8,6 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer schalteten ein, der Gesamtmarktanteil lag bei 32,5 Prozent. Besonders erfreulich war die Resonanz in den jüngeren Altersgruppen: 22,2 Prozent der 14- bis 49-Jährigen und 29,1 Prozent der 14- bis 59-Jährigen verfolgten den Freiburger Fall.
Das Erste insgesamt stark am Sonntagabend
Auch die Nachfolgeformate profitierten vom starken Lead-In: Die britische Krimiserie „Inspector Lynley & Sergeant Havers“ erreichte 3,11 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und einen Marktanteil von 16,3 Prozent, während bei den 14- bis 49-Jährigen 6,0 Prozent erreicht wurden – der bisherige Bestwert der Reihe. Das ZDF-Herzkino mit „Rosamunde Pilcher: Einspruch für die Liebe“, wo es einen Tabubruch gab, lockte 4,08 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor die Bildschirme, was einem Marktanteil von 15,4 Prozent entsprach.
Privatsender hatten an diesem Sonntag weniger Erfolg: Sat.1 punktete bei den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern mit „Fack ju Göhte“, der über 7 Millionen Kinozuschauer begeisterte, und erreichte 1,27 Millionen Zuschauer sowie 13,6 Prozent Marktanteil in der Altersgruppe 14–49. Kabel Eins mit „Kindergarten Cop“ kam auf 660.000 Zuschauer (2,8 % 14–49), RTLzwei mit „Knowing – Die Zukunft endet jetzt“ auf 610.000 Zuschauer (4,6 % 14–49), und Vox erreichte mit einer älteren „Kitchen Impossible“-Folge 6,6 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe.
In den letzten Jahren haben einige „Tatort“-Folgen besonders beeindruckende Einschaltquoten erreicht. Ganz oben steht „Unter Gärtnern“ vom 17. März 2024, das 13,3 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor die Bildschirme zog und einen Marktanteil von 41,3 Prozent erzielte. Ebenfalls sehr erfolgreich war die Münster-Folge „Die Erfindung des Rades“ vom 7. Dezember 2025, die auf 11,6 Millionen Zuschauer kam und sogar einen Marktanteil von 42,6 Prozent erreichte. Den dritten Platz in den Spitzenwerten nimmt der aktuelle Freiburger Fall „Das jüngste Geißlein“ vom 5. Januar 2026 ein, der 8,6 Millionen Menschen einschalteten und einen Marktanteil von 32,5 Prozent erzielte.
Entführungs-Drama weckt Erinnerungen an Natascha Kampusch: Zuschauer strafen Dresden-„Tatort“ trotzdem gnadenlos ab.