Zuschauer strafen Dresden-„Tatort“ gnadenlos ab: „Grauenhaft“

Schon während der Ausstrahlung wird klar: Der heutige „Tatort“ aus Dresden sorgt für Gesprächsstoff. Während einige Zuschauer den ernsten Ton und die ruhige Erzählweise schätzen, zeigen sich andere deutlich enttäuscht. Der neue Fall am Neujahrsabend trifft damit nicht jeden Geschmack – und spaltet das Publikum schon früh während der Ausstrahlung.

Leonie Winkler und Peter Michael Schnabel ermitteln in einem düsteren Fall. Der Dresdner „Tatort“ fordert dem Team diesmal einiges ab.
Leonie Winkler und Peter Michael Schnabel ermitteln in einem düsteren Fall. Der Dresdner „Tatort“ fordert dem Team diesmal einiges ab. MDR

Heftige Reaktionen: „Tatort“-Zuschauer sind geteilter Meinung

Die Resonanz auf den Dresdner „Tatort“ ist deutlich gespalten. Viele Nutzer in sozialen Netzwerken äußern ihre Enttäuschung offen: „Das ist schon wieder alles völliger Bullshit“, heißt es etwa, oder: „Oh, ich befürchte, das wird wieder so ein grauer, farbloser Tatort… Farben wie in den 70ern.“  Die Zuschauer bemängeln zudem den Fokus auf psychologische Spielchen: „Warum der Tatort seit Jahren immer auf diesen Psycho-Kram machen muss? Das hat mit einem Krimi nichts mehr zu tun.“

Sätze wie „Gähnende Langeweile“ oder „Tatort versucht uns nun mit dem dritten Fall hintereinander in die Grütze zu reiten. Einfach unfassbar, dass es offenbar nicht gewollt ist, einfach mal gute Unterhaltung zu schaffen“ spiegeln die Frustration vieler Zuschauer wider. Ein anderer bringt es besonders radikal auf den Punkt: „Leute, so einen Schwachsinn tue ich mir gleich im neuen Jahr nicht an. Grauenhaft!“ Auch beim Murot-„Tatort“ wüteten die Zuschauer.

Gleichzeitig gibt es aber auch positive Stimmen: „Ich liebe es jetzt schon“, „Das neue Tatort-Jahr fängt gut an“ oder „Gut gespielt, das Ganze bis jetzt“ zeigen, dass nicht jeder mit dem neuen Ansatz hadert.

Darum geht es im heutigen „Tatort: Nachtschatten“

Im Zentrum steht eine erschütternde Szene: eine 16-jährige junge Frau, blutverschmiert und mit einem Skalpell in der Hand, wird nachts in Dresden aufgegriffen. Sie behauptet, jahrelang mit ihrer Schwester von ihrem Vater in einem Keller gefangen gehalten worden zu sein – doch konkrete Hinweise kann sie nicht geben.

Die Dresdner Ermittlerinnen und Ermittler stehen vor einem schwierigen Dilemma: Was ist Wahrheit, was Wahn? Oberkommissarin Leonie Winkler nimmt die Aussage der traumatisierten Amanda ernst, während ihr Kollege Peter Michael Schnabel zunächst skeptisch bleibt. Die Suche nach der verschwundenen Schwester und dem Hintergrund des Falls entpuppt sich bald als ein verwickeltes Netz aus Schmerz, Verlust und Zweifeln.