Hacker- und Donnersbergerbrücke: Stadt München schließt Albtraum-Szenario für Autofahrer aus

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Die Hackerbrücke in München wird zur Großbaustelle, auch die Donnersbergerbrücke muss dringend erneuert werden. Die Stadt kann ein Szenario jetzt aber kategorisch ausschließen.

München – Der Bau des neuen Hauptbahnhofs, die Arbeiten für die zweite Stammstrecke, die Verlängerung der U5, oder die Tram-Westtangente. Die Liste könnte noch lange weitergehen. Es mangelt nicht an Großbaustellen in München, die sich über Jahre ziehen. Die Stadt ist im Wandel, Altes soll Neuem weichen, München fit für die Zukunft gemacht werden. Im Jahr 2027 kommt als weiteres Großprojekt die Erneuerung der Hackerbrücke dazu.

Anwohner hatten bereits vorgeschlagen, die ehrwürdige Brücke autofrei zu gestalten, nicht überall traf die Idee allerdings auf Zustimmung. Autofahrer werden die Baustelle allerdings spüren: Neben der Paul-Heyse-Unterführung und der Donnersbergerbrücke ist die Hackerbrücke eine der Verbindungen von Nord nach Süd durch die Stadt. Recht eng könnte es daher werden, wenn täglich tausende Menschen gewohnte Routen umfahren müssen.

Gleichzeitig erneuert? Das wird es laut Baureferat der Stadt München nicht geben. © IMAGO / Wolfgang Maria Weber, IMAGO / imagebroker

Sanierung von Verkehrsadern in München: Stadt München schließt Kollaps für Autofahrer aus

Hellhörig dürften viele spätestens dann gewesen sein, als Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer (Grüne) Anfang des Jahres gegenüber der Abendzeitung über Baupläne für die Donnersbergerbrücke gesprochen hat. Baufällig sei sie, täglich eine Last von 120.000 Autos müsse sie stemmen. In 10–15 Jahren solle die „Golden-Gate für Arme“, wie Willy Astor eins sang, dann endgültig erneuert werden, so Ehbauer weiter. Es wird also auch in Zukunft nicht weniger gebaut auf Münchens Straßen, eines kann die Stadt aber ausschließen.

Die Brücken-Bauarbeiten von Hacker- und Donnersberger werden sich nicht in die Quere kommen, garantiert jetzt ein Sprecher des Baureferats der Stadt München gegenüber unserer Redaktion.

„Während der Arbeiten an der Hackerbrücke sind keine gleichzeitigen Instandsetzungsmaßnahmen auf der Brückenoberfläche der Donnersbergerbrücke geplant“, heißt es. Konkret geht es für die Donnersbergerbrücke jetzt so weiter:

Donnersbergerbrücke in München: Das ist jetzt geplant

  • Die Lebensdauer der Donnersbergerbrücke soll durch kleinteilige Instandsetzungsmaßnahmen verlängert werden.
  • Um das Bauwerk bis zum Ersatzneubau zu erhalten, werden aktuell Instandsetzungsmaßnahmen in verschiedenen Abschnitten durchgeführt (bereits in der Umsetzung) 
  • Im Bauausschuss des Stadtrates wurde am 06.07.2021 der Beschluss „Gesamtkonzept Landshuter Allee - Mehr Ruhe, mehr Grün, mehr Lebensqualität“ gefasst
  • Dort festgelegt: in ca. 10 bis 15 Jahren muss mit der Realisierung eines Neubaus der Donnersbergerbrücke begonnen werden.
  • Für den Neubau liegt aktuell eine Bedarfsplanung vor. Eine Stadtratsbefassung zum weiteren Vorgehen ist im Frühjahr 2026 vorgesehen.

„Während der Arbeiten (...) sind keine gleichzeitigen Instandsetzungsmaßnahmen auf der Brückenoberfläche der Donnersbergerbrücke geplant“

Ehe man also an der Donnersbergerbrücke schraubt, wird die Hackerbrücke - in welcher Form auch immer – fertiggestellt sein. Die ohnehin schon von Großbaustellen geplagte Stadt verhindert so einen möglichen Kollaps auf den wichtigen Verbindungen von Nord nach Süd. Im Frühjahr dieses Jahres wird man mehr über die weiteren Pläne wissen. (Quelle: Anfrage Baureferat Stadt München, Abendzeitung) (lso)