Streit um Studentenwohnheim: Anwohner protestieren – Viertelpolitiker sehen keine Probleme

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An der Sexdlitzsstraße 3 soll ein Studentenwohnheim entstehen – was zu Protesten der Anwohner führt. © Google Maps

Ein Studierendenwohnheim soll an der Seydlitzstraße 3 gebaut werden – doch Anwohner reagieren mit heftiger Kritik. Das beschäftigte nun auch den Bezirksausschuss (BA) Moosach.

München – Sieben Nachrichten von Bürgern lagen demnach vor, mehrere Anwohner hatten sich bei der BA-Sitzung versammelt, um gehört zu werden. Ihr Anliegen: Den Bau des Studi-Heims in der Seydlitzstraße zu verhindern.

Anwohner: Infrastruktur wird kaputtgemacht

Ein Mann bezeichnete sich als „Hauptbetroffener“, ein Nachbar. Vor 20 Jahren sei er nach Moosach gezogen, wegen der Lebensqualität, und habe das Stadtviertel ins Herz geschlossen. Die Seydlitzstaße sei voller Doppelhaushälften, zahlreiche Spielplätze seien in der Nähe. Eine typische Familiengegend, meint er. Aus einem Einfamilienhaus sollen in der Seydlitzsztraße demnach 19 Apartments werden. Für die Familien in nächster Nähe würde die Infrastruktur durch ein Studi-Heim kaputtgemacht werden. Ein weiterer Wunsch des Nachbarn: Nicht nur die Baumaßnahmen zu prüfen, sondern auch die politischen und sozialen Aspekte. „19 Leute in ein kleines Haus zu pferchen, finde ich schwach.“

Viertelpolitiker: Über jungen Leben froh sein

Aus dem BA hieß es dazu, dass zunächst ein Wohngebäude mit elf Einheiten beantragt worden sei. Da es sich bei der Seydlitzstraße um ein allgemeines Wohngebiet handele, sei ein Studierendenheim zulässig. „Wahrscheinlich sind die Studenten heute nicht mehr so wild wie wir damals waren“, hieß es aus dem Gremium. Und: Die Menschen könnten sich froh zeigen, wenn junges Leben in Moosach sei. Es habe auch viele Vorteile, Studierende vor Ort zu haben. Sie bräuchten zudem weniger Stellplätze. Insgesamt zeichnete sich im BA ein deutlich positiveres Bild als bei den Bürgern ab. Und wenn es bauordnungszulässig ist, habe der Bauherr einen Anspruch darauf. Der BA einigte sich letztlich dennoch einstimmig darauf, die Bedenken an das Baureferat weiterzuleiten. Es wird um eine Prüfung gebeten, inwieweit eine Einflussnahme möglich ist.

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