Die Commerzbank profitiert zum Jahresauftakt von einer robusten operativen Entwicklung. Nach Vorlage starker Zahlen für das erste Quartal haben die Analysten von Deutsche Bank Research ihre Prognosen für das Geldhaus nach oben angepasst. Ausschlaggebend für die optimistischere Einschätzung ist vor allem das über den Erwartungen liegende Nettozinsergebnis, das maßgeblich zur positiven Geschäftsentwicklung beiträgt.
Im Zuge der angehobenen Schätzungen hat Deutsche Bank Research das Kursziel für die Commerzbank-Aktie deutlich erhöht. Statt bislang 26 Euro sehen die Analysten nun einen fairen Wert von 29 Euro je Aktie. Damit tragen sie der verbesserten Ertragslage und den positiven Perspektiven des Instituts Rechnung, die sich insbesondere aus dem Zinsumfeld ergeben. Die Einstufung für die Commerzbank bleibt weiterhin auf „Buy“. Damit signalisiert Deutsche Bank Research unverändert Vertrauen in die weitere Kursentwicklung und die Fähigkeit des Instituts, von den aktuellen Marktbedingungen zu profitieren. Für Investoren unterstreichen die aktualisierten Schätzungen und das angehobene Kursziel die Attraktivität der Aktie im aktuellen Umfeld.
Aktuelle technische Analyse der Commerzbank-Aktie durch INDEX-RADAR.de
Das Frankfurter Bankhaus hat in den vergangenen zwölf Monaten eine beeindruckende Entwicklung hingelegt. Mit einem Kursanstieg von rund 87 Prozent übertraf das DAX-Kreditinstitut den Vergleichsindex deutlich, das Jahreshoch liegt bei etwa 26 Euro und das Jahrestief bei rund 12 Euro. Der nachhaltige Aufwärtstrend und die vollständige Erholung nach zwischenzeitlichen Rücksetzern unterstreichen die relative Stärke der Aktie.
Dem starken Anstieg steht jedoch ein erhöhtes Risikoprofil gegenüber: Die jährliche Volatilität von etwa 37 Prozent liegt deutlich über dem DAX-Niveau, und der maximale Kursrückgang im 12-Monatszeitraum betrug rund 22 Prozent. Mit einem Beta von 1,06 reagiert die Aktie stärker auf Marktschwankungen, während die Korrelation zum Gesamtmarkt nur mittelmäßig ist. Insgesamt zeigt sich: Wer auf die Aktie setzt, muss eine erhöhte Schwankungsbreite akzeptieren.
Für die kommenden vier Wochen wird ein Kurskorridor zwischen 25 und 32 Euro erwartet, was einer möglichen Bandbreite von etwa minus 4,3 Prozent bis plus 22,5 Prozent entspricht. Die kurzfristigen Aussichten bleiben damit von erhöhter Volatilität geprägt, bieten aber weiterhin überdurchschnittliches Aufwärtspotenzial.
Das Vorhersagemodell von INDEX-RADAR.de für die kommenden vier Wochen berücksichtigt saisonale Trends aus vergleichbaren Perioden der vergangenen Jahrzehnte, zyklische Muster und die Vorgaben des Aktienklimas Deutschland. Die Schwankungsgrenzen (“Prognose-Ränder”) berechnen wir aus der aktuellen impliziten Volatilität von Calls und Puts, sie basieren somit auf der in Optionsprämien eingepreisten Erwartung der Investoren.