Eltern beklagen Chaos bei der Schülerbeförderung, nachdem 18 Kinder wegen Platzmangels nicht pünktlich zur Grundschule kamen.
Epfach – Was war passiert? Ein Schulbus der Firma Rehm sammelt sämtliche Schüler aus dem Lechrain zur Mittelschule Fuchstal ein und nimmt auf dem Weg dorthin auch die kleineren Epfacher Schüler zur Grundschule Denklingen mit. Im neuen Schuljahr ist dieser Bus bereits durch die Mittelschüler vollbesetzt, sodass er die 18 Grundschüler aus Epfach nicht mehr aufnehmen konnte.
Am Vorabend des ersten Schultages wurden die Eltern durch eine Mail der Rektorin Ute Eckebrecht-Worbs informiert und auf den Linienbus der RVO verwiesen. Dieser fährt kurz vor 8 Uhr durch Epfach dann weiter über das Hirschvogel-Werk, sodass die Kinder erst gegen 8.15 Uhr in Denklingen sind. Schulbeginn ist jedoch um 8 Uhr.
„Wir sind aus allen Wolken gefallen, als wir diese Mail gelesen haben“, berichtet eine Mutter aus Epfach. „Wenn man erst am Abend vor Schulbeginn so etwas mitgeteilt bekommt, ist das ein unmöglicher Zustand, egal, wer daran Schuld ist“, erzürnt sich auch ein Vater aus Epfach, der ebenfalls nicht namentlich genannt werden möchte.
Und dann noch Polizeikontrolle
Am zweiten Schultag kam es dann auch noch zu einer weiteren unguten Situation vor der Grundschule Denklingen: Die Polizei kontrollierte die Parkflächen und ließ die Eltern nicht vor der Schule halten. Weil die dritte Klasse an diesem Mittwoch ins Schullandheim startete und zahlreiche Epfacher ihre Kinder zur Schule fuhren, waren es ungewöhnlich viele „Elterntaxis“, die halten wollten.
Am Donnerstag fand dann vor dem Elternabend ein Gespräch mit Schulleiterin Ute Eckebrecht-Worbs, Bürgermeister Andreas Braunegger und den Epfacher Eltern statt. „Für die Schülerbeförderung haben wir einen Vertrag mit dem Schulverband Fuchstal“, verwies der Bürgermeister die Verantwortung nach Fuchstal. Und leider hatte auch der erst am letzten Ferientag die Information erhalten, dass der Bus voll sei.
Braunegger bemühte sich aber zusammen mit der Rektorin, dem Busunternehmen und dem Schulverband um eine Lösung. Ab der zweiten Schulwoche fährt nun vorübergehend ein Kleinbus, der Mittelschüler aus Rott direkt nach Fuchstal bringt. Dadurch ist im großen Bus ausreichend Platz, um auch die Epfacher Grundschüler mitzunehmen.
Im Dezember werden dann die Fahrpläne der Linienbusse angepasst. Dabei möchte man erwirken, dass der RVO-Bus am Morgen früher durch Epfach fährt. „Eventuell müssen wir den Schulbeginn nach hinten legen. Das geht aber erst im nächsten Schuljahr“, nennt die Rektorin eine weitere Überlegung.
„Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre es ein eigener Bus für die Grundschule Denklingen“, verrät Eckebrecht-Worbs, denn auch die Dienhausener haben keine optimale Verbindung zur Schule.
ROSI GEIGER