Larry Page, Mitgründer von Google und einer der reichsten Menschen der Welt, hat Kalifornien offenbar den Rücken gekehrt. Dies berichtet „Business Insider“. Demnach hat er zahlreiche Unternehmen und Vermögenswerte aus dem Bundesstaat abgezogen. Hintergrund ist eine geplante Steuer für Milliardäre, die ab diesem Jahr gelten könnte. Diese würde Personen mit einem Vermögen von über einer Milliarde Dollar mit fünf Prozent ihrer Vermögenswerte belasten.
Firmen ziehen nach Delaware und Florida
Page hat mehrere seiner Firmen aus Kalifornien in andere Bundesstaaten verlagert. Sein Familienbüro „Koop“ wurde Ende Dezember nach Delaware umgezogen, ebenso wie „Flu Lab LLC“, ein Unternehmen, das sich der Influenza-Forschung widmet. Auch „One Aero“, das Projekte im Bereich fliegender Autos unterstützt, hat nun seinen Hauptsitz in Florida.
Ein weiteres Unternehmen, „Dynatomics LLC“, das sich auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Flugzeugproduktion spezialisiert hat, wurde ebenfalls nach Delaware verlegt und hat nun eine Adresse in Texas. Erst kürzlich berichtete die „New York Times“, dass einige Milliardäre einen Wegzug aus Kalifornien erwägen.
Inselkäufe und Wohltätigkeit betroffen
Laut „Business Insider“ wurden auch Firmen, die Page für den Kauf von Inseln in Puerto Rico, den Jungferninseln und Fidschi nutzte, nach Delaware verlagert. Selbst die gemeinnützige Organisation seiner Frau Lucinda Southworth, „Oceankind“, die sich dem Meeresschutz widmet, hat Kalifornien verlassen und ist nun ebenfalls in Delaware registriert.
Kritik an Kaliforniens Steuerplänen
Die geplante Steuer stößt auf Widerstand. Der prominente Anwalt Alex Spiro warnte in einem Brief an Gouverneur Gavin Newsom vor einem „Exodus von Kapital und Innovation“. Auch der Bürgermeister von San Jose, Matt Mahan, kritisierte die Steuer als Gefahr für Kaliforniens Innovationswirtschaft. Venture-Capitalist Vinod Khosla zeigte sich ebenfalls besorgt: „Kalifornien wird seine wichtigsten Steuerzahler verlieren“, sagte er laut „Business Insider“.
Delaware als Steueroase
Delaware ist bekannt für seine steuerlichen Vorteile und strengen Datenschutzregelungen. Firmen müssen dort keine Namen oder Adressen von Direktoren offenlegen. Diese Privatsphäre spielt für Larry Page eine große Rolle. Sein Familienbüro wird von CEO Wayne Osborne geleitet und gilt als äußerst geheimnisvoll.