Das Gasthaus "Zum Donauwirt" im oberösterreichischen Pupping berechnet für angekündigte Gäste, die nicht erscheinen, eine Stornogebühr. Das sorgt jetzt für mächtig Missmut.
Eine neunköpfige Gruppe reservierte in dem Restaurant einen Tisch, wie die österreichische "Kronen-Zeitung" berichtet. Es erschienen aber nur acht Personen. Eine von ihnen konnte krankheitsbedingt nicht mitkommen.
Restaurantgäste ärgern sich über Stornogebühr
Auf der anschließenden Rechnung folgte dann die Überraschung: Die Gruppe sollte für die erkrankte Person, die zu Hause geblieben war, 20 Euro zahlen. Laut Gast Thomas Sch. hätte der Wirt diese Stornogebühr ohne gesonderten Hinweis verrechnet.
Gasthauswirt reagiert auf Reservierungsverhalten: "Ich bin da ganz rigoros"
Allerdings erwähnt der Wirt sowohl auf seiner Webseite als auch in seinen Reservierungsbestätigungen, dass kostenlose Stornierungen nur bis 24 Stunden vor dem Termin möglich sind. "Jede Person, die nicht erscheint, kostet mich Geld, weil ich den reservierten Platz ja frei halten muss", erklärt Wirt Ronald Pilz gegenüber "Krone": Auch am Telefon hätte er auf die Stornoregel hingewiesen.
"Ich bin da ganz rigoros", sagt Pilz weiter zu seinen Gebühren, die er seit Anfang des Jahres erhebt. Es hätte zu viele Reservierungen gegeben, bei denen keiner gekommen wäre.
Wer nicht absagt, muss möglicherweise zahlen
Auch deutsche Restaurantbetreiber dürfen laut Verbraucherzentrale unter bestimmten Bedingungen Stornogebühren, sogenannte No-Show-Gebühren, verlangen, wenn Gäste nicht rechtzeitig absagen oder ganz fehlen.
Entscheidend ist dabei, dass die Regelung wirksam vereinbart wurde und transparent kommuniziert wird, beispielsweise in der Reservierungsbestätigung. Ohne einen solchen Hinweis ist eine Gebühr meist rechtlich nicht durchsetzbar.