Maut-Hammer trifft deutsche Österreich-Fahrer: Falsch geklebte Vignette kostet jetzt 200 Euro

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Maut-Hammer trifft deutsche Österreich-Fahrer: Vignetten-Fehler kostet jetzt 200 Euro

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Wer ohne gültige Vignette auf Österreichs Autobahnen erwischt wird, erlebt seit Jahresbeginn eine böse Überraschung. Die sogenannte „Ersatzmaut“ ist drastisch gestiegen.

München – Im Winter locken die Skigebiete, im Sommer die Wanderwege – Österreich ist ein beliebtes Urlaubsziel der Deutschen. Doch wer 2026 ohne gültige Vignette über die Grenze fährt, dem dürfte die Reiselust schnell vergehen. Die österreichische Autobahngesellschaft ASFINAG hat die Strafen für Maut-Sünder drastisch erhöht. Für Pkw unter 3,5 Tonnen werden nun statt 120 Euro 200 Euro bei einer fehlenden oder ungültigen Vignette – egal ob digital oder als Klebeversion – fällig. Das entspricht einer Erhöhung um 67 Prozent. Motorradfahrer zahlen ab sofort 100 Euro statt wie bisher 65 Euro.

Maut-Schild auf der Autobahn
In Österreich braucht es eine Maut-Vignette: Als Klebe-Version oder digital. Wer keine hat, muss tief in die Tasche greifen. (Symbolbild) © Imago/Steinsiek.ch

Ersatzmaut in Österreich: Sofortzahlung verhindert höhere Strafen

Dabei muss man nicht einmal komplett ohne Klebevignette unterwegs sein: Wer als Autofahrer die Klebevorschriften nicht beachtet, muss mit einer sogenannten Ersatzmaut in Höhe von 200 Euro rechnen. Nicht erlaubt sind laut dem österreichischen Automobilclub ÖAMTC spezielle Folien, Saugnäpfe oder Klebebänder, die einen direkten Kontakt der Vignette mit der Windschutzscheibe verhindern. Auch im Tönungsstreifen darf das „Pickerl“ nicht angebracht werden. Die Ersatzmaut kann vor Ort bar oder mit allen gängigen Kreditkarten beglichen werden. Wer nicht sofort bezahlt, muss ansonsten mit einer Geldstrafe von mindestens 300 Euro – im Einzelfall sogar bis zu 3000 Euro rechnen. Auch Verstöße gegen die Winterreifenpflicht in Österreich können extrem teuer werden.

Letzte Klebevignette wird teurer

Parallel zur Straferhöhung sind auch die Vignettenpreise gestiegen. Die Jahresvignette kostet 2026 für einen Pkw 106,80 Euro (drei Euro mehr als 2025) und für ein Motorrad 42,70 Euro (plus 1,20 Euro). Die feuerrote Klebevignette 2026 ist die letzte ihrer Art – ab 2027 gibt es nur noch digitale Vignetten. Die Preiserhöhungen sind an den Verbraucherpreisindex gekoppelt und betragen 2,9 Prozent. Hintergrund der Erhöhung sind laut der ASFINAG steigende Kosten für Betrieb, Instandhaltung und den Ausbau des „hochrangigen“ Straßennetzes. (Quellen: ASFINAG, ADAC, ÖAMTC, eigene Recherche) (sop)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/verbraucher/oesterreich-urlauber-aufgepasst-fuer-maut-suender-wird-es-2026-richtig-teuer-94118942.html