Ein knackiges Spiel: SCR spielt gegen die Tölzer Löwen

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Eine tolle Kulisse wird beim Derby erwartet. © FOTOPRESS THOMAS SEHR

Am Freitag ist es das erste mal in dieser Saison soweit: Es kommt zum großen Eishockeyderby: Der SC Riessersee empfängt um 20 Uhr die Tölzer Löwen im Duell der Erzrivalen.

GAP - Es ist die 272. Auflage des Klassikers. Das Motto für die Begegnung lautet: Tölzer Löwen?? Blaues Wunder!! „Es ist endlich wieder soweit und wir spielen in DEM Derby Zuhause gegen Tölz. Das wird für einige bei uns in der Mannschaft eine neue Erfahrung werden, denn ein Derby hat seine eigenen Gesetze! Alle in der Kabine sind heiß drauf vor einem vollen OEZ, mit unseren lautstarken Fans im Rücken, die drei Punkte unter der Alpspitze zu behalten! Der qualitativ sehr gute Kader der Tölzer Löwen beeindruckt uns in keinster Weiße, weil unser Team dafür etwas viel Wichtigeres besitzt: Wir haben Leidenschaft und spielen mit vollem Herzen für den SC Riessersee!“, zeigt sich SCR-Kapitän Thomas Schmid kämpferisch und wendet sich direkt an alle SCR-Fans:

„Liebe SCR-Fans, kommt am Freitag ins Stadion, macht aus dem OEZ einen Hexenkessel und lasst uns gemeinsam die Löwen ohne Punkte nach Hause schicken! Wir brauchen euer Herz und eure Leidenschaft, gemeinsam packen wir den Derbysieg!“

Viele legendäre Derbys

In der Saison 2000/2001 kam es im Viertelfinale zum Duell der beiden Traditionsteams. Der SCR, der als Sechster in die Play-offs eingezogen war, siegte zunächst in Bad Tölz mit 4:1. Die nächsten drei Spiele gingen in die Overtime. Die Buam siegten zweimal mit 4:3 nach Verlängerung, ehe der SCR sein Heimspiel mit 6:5 nach Penaltyschießen gewinnen konnte. Das alles entscheidende Spiel fünf ging mit 3:1 an den ECT, die am Ende der Saison bis ins Finale kamen, wo sie Ingolstadt mit 1:3 unterlagen.

Legendär war auch der „Tag der Rekorde“ in der Saison 2008/09. 6.600 Zuschauer (die größte Kulisse seit dem Umbau des Olympia-Eissportzentrums 1994) kamen damals ins Stadion zum letzten Zweitligaderby vor dieser Saison und sahen einen 4:3-Sieg nach Penaltyschießen der Löwen. Damit war die alte Rekordmarke vom 17. April 2003 geknackt worden, als 6.215 Zuschauern ins Stadion pilgerten, als der SCR im alles entscheidenden fünften Halbfinale gegen die Landshut Cannibals mit 5:2 gewann und ins Endspiel einzog. Am Ende der Saison 2008/09 wurde dem ECT als Tabellenzweiten nach der Hauptrunde die Teilnahme an den Play-offs wegen des gestellten Insolvenzantrags verweigert – so rutschte der SCR noch unter die Top zehn und kam am Ende der Saison bis ins Viertelfinale.

In der Saison 2022/23 kassierten die Tölzer Löwen Mitte Oktober 2022 vor 3.253 Zuschauern gegen den SC Riessersee ihre erste Saisonniederlage. Diese fiel mit 1:6 sehr deutlich aus. Ende November gewann der ECT beim SCR mit 4:2 vor über 3400 Zuschauern. Im letzten Duell im Jahr 2022 siegte der SCR mit 5:2 in Bad Tölz. Im Februar 2023 siegte der SCR daheim mit 4:1 gegen den Erzrivalen. Das ewig junge Duell mit den Löwen fand vor der stolzen Kulisse von 4.111 Zuschauern statt.

Sechs Duelle 2023/24

In der Saison 2023/24 gab es sogar sechs Duelle zwischen den beiden Traditionsmannschaften. In den Testspielen siegte der SCR daheim mit 4:2 und unterlag auswärts mit 2:3 nach Verlängerung.

Das zweite Duell in der Liga fand am 17. November vor 3023 Zuschauer statt. Beide Teams boten den Fans ein packendes Spektakel. Die Gäste lagen durch zwei frühe Treffer von Ismailcan Sahanoglu (1.) und Klemen Pretnar (4.) in Führung. Dann aber drehten die Hausherren auf, Philip Ziesche (13.) - der in diesem ewig jungen Duell den insgesamt 1000. Treffer für den SCR im 269. Spiel schoss – und Lubor Dibelka (17.) glichen die Partie noch im ersten Drittel aus. Im Mittelabschnitt trafen Moritz Köttsdorfer (26.), erneut Dibelka (34.) und Luca Allavena (39.). Im Schlussabschnitt machten Anselm Gerg (44.) und Alec Zawatsky (52.) alles klar, Marc Schmidpeter traf zum 3:7 (47.).

Spiel drei war die Begegnung zum 100. Geburtstag des SC Riessersee am 23. Dezember. In einem hochklassigen, spannenden und dramatischen Spiel vor 5123 Zuschauern siegten die Gäste mit 5:4 nach Penaltyschießen. Der SCR lag nach der Niederlage auf Platz sechs der Süd-Staffel in Liga drei, die Tölzer Löwen waren Elfter.
Am 18. Februar gab es Spiel Nummer vier: Vor 4.115 Zuschauern, mehr passen in die Arena in Bad Tölz nicht rein, kassierte der SCR damit die zweite Niederlage gegen die Löwen, diesmal mit 1:5. Übrigens, letztmals war die Bad Tölzer Arena in der Saison 2017/18 ausverkauft: Damals gleich doppelt in der DEL2 gegen den SCR: Am 29. Oktober 2017 beim 7:3 und am 2. Februar 2018 beim 3:2, jeweils für den ECT.

Der SC Riessersee nun will am Freitag ab 20 Uhr seinen „echten“ ersten Heimsieg feiern. Denn das erste Spiel, das gegen Höchstadt mit 7:2 gewonnen wurde, wurde mit 0:5 gewertet, da ein Spieler des SC Riessersee (wir berichteten). Am vergangenen Wochenende unterlag der SCR daheim gegen Deggendorf mit 1:5. Die Niederbayern siegten durch Treffer von Antonin Dusek (16.), Andreé Hult (31./40./41.) sowie Thomas Greilinger (31.) mit 5:1. Für den SCR traf Tobias Kircher (35.) zum zwischenzeitlichen 1:3. Zwei Tage später gab es einen 5:1-Sieg in Bayreuth.

Neuer Spieler mit von der Partie

Dabei fanden die Hausherren zunächst besser in die Partie – Tatu Vihavainen brachte die Tigers bereits in der 5. Minute in Führung. Doch nach der Drittelpause drehten die Gäste aus Garmisch-Partenkirchen auf und gingen nach dem zweiten Drittel mit 3:1 in Führung. Mit dabei war auch ein neuer Spieler, den die Defensive des SC Riessersee hat nochmals Verstärkung erhalten - mit einer Förderlizenz ausgestattet kam der 18-jährige Verteidiger Maximilian Merkl zu den Weiß-Blauen. Beim SC Riessersee soll der 1.81 Meter große und 78 Kg schwere Merkl nun per Förderlizenz weitere Spielpraxis im Profieishockey sammeln und den nächsten Schritt in seiner Entwicklung nehmen.

„Wir haben gesehen, dass er ein sehr guter Schlittschuhläufer ist“, sagt SCR-Trainer Hunor Marton zum Debüt. „Danke an Nürnberg, dass sie ihn uns anvertrauen. Auch Sportliche Leiter des SC Riessersee Martin Buchwieser freut sich: „Mit Max haben wir einen jungen talentierten Spieler aus Nürnberg erhalten, der läuferisch zu einem der besten seines Jahrgangs gehört. Wir freuen uns einen Spieler seiner Qualität bei uns begrüßen zu dürfen. Er wird uns sicherlich weiterhelfen und viel Freude bereiten. Herzlichen Dank auch an die Nürnberg Ice Tigers und deren Sportdirektor Stefan Ustorf für die angenehme und zielführende Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Förderlizenz für Max!“

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