Vandalismus an Laufbahn in Forstern: Kommt jetzt ein Zaun?

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Forstern

Kommentare

Ganze Flecken der obersten Schicht auf der Tartanbahn der Grund- und Mittelschule in Forstern wurden beschädigt. © Vroni Machts

Die Tartanbahn der Schule Forstern ist sanierungsbedürftig – auch, weil dort mit Rollern und Mopeds gefahren wird. Die Gemeinde überlegt nun, den Bereich einzuzäunen.

Schon wieder Vandalismus an der Forsterner Schulturnhalle, schon wieder die Fenster: Erst im März musste die Gemeinde drei Scheiben austauschen lassen, die beschädigt worden waren. Kürzlich wurden, wie berichtet, erneut Fenster mit Steinen eingeworfen – an einem Sonntagnachmittag, die dem Vernehmen nach sehr jungen Täter wurden beobachtet. „Das ist einfach ein Wahnsinn und traurig“, sagte Bürgermeister Rainer Streu (AWG) dazu in der Gemeinderatssitzung..

Hochbeete als Aschenbecher

Die Bahn habe mit gut 20 Jahren schon „ein gewisses Alter“, sagte Liegenschaftsverwalter Erich Aschenbrenner. Außerdem werde mit Rollern und Mopeds darauf herumgefahren. In großen Flecken fehle die oberste rote Schicht, rund 1,5 Zentimeter dick, da könne man beim Laufen durchaus hängen bleiben, und es bestehe Verletzungsgefahr.

„Um das in Zukunft zu verhindern, müssen wir uns damit beschäftigen, ob wir nicht wenigstens den Bereich der Laufbahn, die für den Schulsport gebraucht wird, einzäunen“, sagte Streu und meinte, die Schule „wäre auch nicht böse“, wenn der gesamte Bereich eingezäunt würde. Denn die Hochbeete würden als Aschenbecher missbraucht, die Zuleitungen der PV-Anlage heruntergerissen, Glasflaschen zerschlagen.

Aufgrund des Zustands der Tartanbahn hatte die Verwaltung zwei Angebote zur Sanierung eingeholt: Das erste stammt bereits aus dem Herbst 2024 und beinhaltet eine Ausbesserung der defekten Flächen für knapp 6000 Euro. Das zweite aus dem Juni 2025 umfasst die Sanierung der ganzen Laufbahn für gut 51 000 Euro. Da sich deren Zustand innerhalb der vergangenen Monate erheblich verschlechtert habe, geht man bei einer partiellen Reparatur davon aus, dass diese mittlerweile rund 10 000 Euro kostet.

Im Investitionsplan 2025 wurden für die Sanierung der Schule 350 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Die Verwaltung empfiehlt daher, anstelle einer „Flickerlteppich-Macherei“ die Laufbahn vollständig zu sanieren und dafür noch ein zweites Angebot einzuholen.

„Die Ertüchtigung macht Sinn, aber nur in Verbindung mit einem Zaun“, sagte Franz-Josef Obermaier (AWG). Der „grobe Umgang“ werde immer mehr. In seinen Augen gehöre auch der Hartplatz eingezäunt: „Es hilft dann nichts, aber wir müssen auch schauen, dass wir diese Dinge erhalten können.“ Georg Els jun. (AWG) stimmte zu: „Es ist schade, dass wir diese Diskussion überhaupt führen müssen.“

Maria Feckl (parteifrei) hingegen bekannte, sie sei kein Fan davon, das gesamte Gelände einzuzäunen, da es viele Kinder und Familien nachmittags nutzen würden. Laut Streu gäbe es durchaus die Möglichkeit, den Spielplatz für die Allgemeinheit zugänglich zu lassen und nur den schulsportlichen Bereich abzugrenzen.

„Motorräder haben da doch nichts zu suchen. Haben wir da keine Chance, stärker durchzugreifen?“, wollte Thorsten Scharmatinat (Grüne) wissen. Streu verwies auf den Sicherheitsdienst, den die Gemeinde für sehr viel Geld schon einmal engagiert hatte. Derart kostspielige Lösungen wolle man vermeiden.

Darauf einigte sich das Gremium am Ende dann auch: Die Verwaltung holt Vergleichsangebote für die Komplettsanierung der Tartanbahn und gleichzeitig für eine Einfriedung der Lauffläche ein.

Scheiben eingeworfen – Täter wurden beobachtet

Drei Großflächenfenster der Forsterner Doppelturnhalle der Grund- und Mittelschule Forstern wurden vor inzwischen knapp vier Wochen beschädigt. Wie die Gemeinde erst jetzt mitteilt, wurden am Sonntag, 8. Juni, am helllichten Tag gegen 13 Uhr die Scheiben mit großen Steinen eingeworfen.

Die Täter wurden laut Gemeinde von Zeugen beobachtet. Die Polizei sei umgehend verständigt worden, habe die Tat zur Anzeige gebracht und ermittle nun. Bereits im März ist es laut Gemeinde an derselben Örtlichkeit zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Damals mussten mehrere Glasscheiben der Turnhalle ersetzt werden – der Schaden belief sich auf einen Betrag im höheren vierstelligen Bereich.

Angesichts der wiederholten mutwilligen Zerstörungen müsse inzwischen auch darüber nachgedacht werden, das Gelände dauerhaft einzuzäunen, um weitere Vorfälle zu verhindern. „Eine solche Maßnahme wäre äußerst bedauerlich, denn der Pausenhof der Schule dient außerhalb der Unterrichtszeiten vielen Forsterner Kindern und Familien als beliebter und offener Treffpunkt“, schreibt die Gemeinde.

Auch interessant

Kommentare