Nach jahrelanger Forschung in Freising: Allergiker-freundliche Äpfel kommen nun in den Handel

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Um Verwechslungen mit anderen Apfelsorten zu vermeiden, sind die allergikerfreundlichen Äpfel „Pompur“ mit einer Plastikfolie geschützt. Da ihre Verträglichkeit für Allergikerinnen entscheidend ist, muss jede Vermischung ausgeschlossen werden. © Hochschule Osnabrück

Apfel-Allergiker können endlich zubeißen! Jahrelang forschte die TUM Weihenstephan, die Hochschule Osnabrück und ein Forscherteam aus Berlin an Allergiker-freundlichen Äpfeln. Nun kommen zwei Sorten in den Handel.

Freising – Was vor vielen Jahren begann, wird bald im Supermarktregal zu finden sein: Ab dem 15. November werden unter dem Dachmarken-Namen „Pompur“ die ersten beiden offiziell allergikerfreundlichen Apfelsorten im Handel erhältlich sein. Erforscht haben sie jahrelang Wilfried Schwab, Professor der Biotechnologie der Naturstoffe der TUM Weihenstephan, zusammen mit einem Forscherteam aus Berlin und Osnabrück.

Schwab stellte seine Forschung und die Sorten bereits im Juni im Lindenkeller vor. Über 700 Apfelsorten aus dem Züchtungsprogramm der Züchtungsinitiative Niederelbe (ZIN) wurden jahrelang unter anderem von der TUM School of Life Sciences untersucht.

Zwei neue Sorten mit Siegel ausgezeichnet

„Vor drei Jahren erhielten die Sorten das ECARF-Siegel – heute erleben wir, wie die Forschung der Hochschule Osnabrück in den Alltag vieler Menschen Eingang findet“, informiert jetzt Prof. Dr. Werner Dierend, Leiter des Fachgebiets Obstbau an der Hochschule Osnabrück. In Deutschland gibt es immerhin rund 3,5 Millionen Menschen, die auf Äpfel allergisch reagieren. Doch Achtung! Dierend rät: „Allergikerinnen und Allergiker sollten sich auch bei diesen Sorten langsam rantasten.“

Prof. Dr. Werner Dierend mit den neuen Apfelsorten „Pompur“ auf einem Teil der Versuchsflächen an der Hochschule Osnabrück.
Prof. Dr. Werner Dierend mit den neuen Apfelsorten „Pompur“ auf einem Teil der Versuchsflächen an der Hochschule Osnabrück. © Hochschule Osnabrück

Nicht nur schmackhaft für Allergiker

Doch nicht nur Allergiker profitieren: Die erste Sorte dieser besonderen Äpfe zeichne sich durch ein eher süßliches Aroma aus, die zweite Sorte weist ein ausgeglichenes Zucker-Säureverhältnis auf. Bei beiden sind die Früchte groß, knackig und saftig. Da die mehreren tausend Bäume jedoch noch wachsen müssen, fällt die Ernte heuer noch überschaubar aus.

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