Hoffen auf mehr Geschmeidigkeit bei der Förderung

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Im Bau: Als eines von bisher nur fünf Projekten in der aktuellen Leader-Förderperiode hat der Pumptrack in Weyarn einen Zuwendungsbescheid bekommen.  © THOMAS PLETTENBERG

Aus dem Förderprogramm Leader fließen weitere 460 000 Euro in den Landkreis – wenn es denn diesmal reibungslos klappt. Unter den vier Projekten findet sich ein interessanter Neuling.

Nach einer ziemlich verdrießlichen ersten Runde von Leader-Förderverträgen hofft die Lokale Aktionsgruppe (LAG), nun in ruhigere Fahrwasser zu kommen. Zuletzt hat das sogenannte Entscheidungsgremium vier weitere Projekte bewilligt, drei davon waren Wiederkehrer. Knapp 460 000 Euro europäische Fördergelder könnten somit in den Landkreis fließen. Die Verantwortlichen beim Verein Kreisentwicklung Miesbacher Land und der Regionalentwicklung Oberland (REO) meinen derweil, Zeichen der Besserung erkannt zu haben.

Sechs Ablehnungen, nur fünf Zuwendungsbescheide

Wie berichtet, war der Start in die neue Förderperiode – die zweite, bei der der Landkreis Miesbach dabei ist – holprig. Sechs Ablehnungen seitens des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) hagelte es, drei weitere Projektträger winkten entnervt ab. Dem stehen aktuell nur fünf Zuwendungsbescheide gegenüber. Von dem Budget, das die LAG in der aktuellen Förderperiode (2023 bis 2027) an Leader-Mitteln vergeben kann, nämlich rund 1,8 Millionen Euro, ist noch etwa die Hälfte vorhanden.

Bessere Kommunikation versprochen

Genervt waren die Projektträger vor allem, weil sie erst monatelang rein gar nichts gehört hatten und dann wegen vergleichsweiser Lappalien eine Ablehnung ihrer Förderanträge erfolgte. Wann immer sich die Gelegenheit bot, haben der LAG-Vorsitzende Michael Pelzer und Leader-Manager Michael Stacheter den Unmut an Entscheidungsträger weitergetragen, ans zuständige Landwirtschaftsministerium, die AELFs in Holzkirchen und Rosenheim, an Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Der Erfolg: Eine verbesserte Kommunikation, etwa in Form eines direkten Ansprechpartners für die Vorbesprechung von Projekten, ist fest zugesagt. Zudem wird die Bewilligungsstelle am AELF Rosenheim in Sachen Leader personell aufgestockt. Die Bearbeitungszeit von aktuell rund neun Monaten werde sich zwar nicht reduzieren, vermutet Stacheter, aber der Fehlerminimierung diene das allemal.

Ausgebessert hat einen solchen nun die Gemeinde Weyarn. Deren Umweltbildungsprojekt (wir berichteten) hat das Entscheidungsgremium neu beschlossen: knapp 50 Prozent Förderung bei einem Projektvolumen von 129 000 Euro. Gut 55 000 Euro will die LAG in die Förderung bürgerschaftlichen Engagements stecken. Das ist quasi der kleine Dienstweg zur Leader-Förderung, die einzelnen Zuwendungen sind auf 2500 Euro begrenzt.

Erneut beschlossen wurde auch die knapp 50-prozentige Förderung des Projekts „Alle Bürger sind überall richtig“ des Bürgerzentrums Miesbach bei einem Gesamtvolumen von 226 000 Euro. Dabei geht es um das Vernetzen und Sichtbarmachen der vielfältigen Beratungs- und Begleitungsangebote in der Region.

Lange nichts mehr davon gehört: Fußballgolf in Wall

Neu im Zusammenhang mit Leader ist ein Projekt aufgetaucht, von dem man lange nichts mehr gehört hat: Fußballgolf in Wall. Die Familie Mehringer hat diesbezüglich ihre Aktivitäten wieder aufgenommen, und das Entscheidungsgremium hat sein Okay gegeben zu einer Förderung, die das Maximum von 250 000 Euro erreichen könnte. Beziffert ist das Projekt mit 950 000 Euro. Die Umsetzung ist laut Projektbogen ab Januar 2026 geplant. Für die Verantwortlichen gilt es, binnen drei Monaten den Förderantrag zu stellen. Dann beginnt allerdings erst einmal das Warten für sie. Doch Stacheter ist guter Dinge, dass dank engerer Kontakte zum AELF diesmal am Ende erfreulichere Nachrichten stehen.

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