Schlüssel für 199 Wohnungen übergeben: BayernHeim schließt großes Bauprojekt in Geretsried ab

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Geretsried-Wolfratshausen
  4. DasGelbeBlatt

Kommentare

Schlüsselübergabe in Geretsried
Schlüsselübergabe in Geretsried: (v. l.) Fabian König (Geschäftsführer BayernHeim GmbH), Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan, Bauminister Christian Bernreiter, Kristina Frank (Geschäftsführerin Baunova Bayern GmbH), Bürgermeister Michael Müller, Korbinian Krämmel (Geschäftsführer Krämmel GmbH) und Martin Behringer (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Baunova Bayern GmbH). © StMB

In Geretsried gibt es 199 neue Wohnungen für Menschen mit geringen Einkommen. Vergangene Woche wurde der Abschluss des BayernHeim-Projekts gefeiert. Auch Minister Christian Bernreiter war dabei.

Geretsried – Das Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“ bedeutet, dass Dinge von hoher Qualität oder großer Bedeutung Zeit und Geduld brauchen, um zu entstehen und gut zu werden. Dass es auch schneller geht, zeigt der Abschluss eines staatlichen Wohnungsbauprojektes der BayernHeim-Gmbh.

Neues Wohnquartier: BayernHeim übergibt Schlüssel in Geretsried

Gerade einmal vier Jahre sind vergangen, vom Abschluss des Kaufvertrages bis zur Schlüsselübergabe für knapp 200 bezahlbare Wohnungen in Geretsried. Gute Ergebnisse können also doch noch mit „High Speed“ erreicht werden oder wie es Bayerns Bauminister Christian Bernreiter bei der kleinen Feier in Geretsried formuliert: „Wir schieben beim Wohnungsbau mit ganzer Kraft an. Gerade im Großraum München entlasten wir damit den Mietmarkt und stärken den sozialen Zusammenhalt.“

Die neuen Wohnungen sind Teil des neuen Wohnquartiers „OPUS.G“ auf einem ehemaligen Industriegelände. Was fast wie ein mittelalterliches, mysteriöses Geheimvorhaben klingt, erhellt sich durch die erläuternden Worte von Korbinian Krämmel, dem Chef der Krämmel Unternehmensgruppe, die mit der Projektentwicklung beauftragt war.

Wohnquartiers „OPUS.G“: Das „G“ steht dabei für „Geretsried“

Das „G“ steht dabei für „Geretsried“ oder könnte auch - wie er ergänzend anmerkt - für „Gesamtkunstwerk“ stehen. Das lateinische „opus“ (Werk, Kunst, Mühe) verweist auf die vier zentralen Qualitätsbausteine des Projekts: Organisation, Planung, Unterstützung und Service. Dies sind die übergeordneten Bereiche, die das Konzept prägen, von der grünen Infrastruktur bis zu den sozialen Aspekten.

Das Projekt wurde für seine nachhaltige Planung von der „Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen“ (DGNB) gar mit einem Zertifikat in Gold ausgezeichnet. Insbesondere beim Energiekonzept kommt Korbinian Krämmel ins Schwärmen, weil man sogar die Abwärme einer benachbarten Pizzeria als Heizenergie nutze.

Weniger die technischen Aspekte als vielmehr die historischen Dimensionen des Wohnbauprojektes stehen für den Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller im Vordergrund. Seit der Gemeindegründung vor 75 Jahren ist Geretsried - vor allem wegen der Vertriebenenthematik - eng mit dem Thema „Wohnen“ verbunden. Insofern sei dieses „größte Projekt der letzten Jahrzehnte“ auch ein „Signal“, dass Geretsried eine „Stadt für alle“ sein wolle, ein „Ort für Neuanfänge“, an dem jeder ein Chance habe.

Bayernheim GmbH investiert rund 83 Millionen Euro in das Bauvorhaben

Die Bayernheim GmbH investiert rund 83 Millionen Euro in das Bauvorhaben. Es soll letztendlich bezahlbare und barrierefreie Wohnungen für rund 600 Menschen bieten. Um ein gutes Sozialgefüge zu fördern, gibt es einen Mix aus Ein- bis Fünf-Zimmerwohnungen, in denen sich Singles, Paare und Familien wohlfühlen sollen. Die Wohnungen haben einen privaten Balkon oder eine Terrasse und sind barrierefrei. 13 Wohnungen sind rollstuhlgerecht. Für Radler stehen 235 Fahrradstellplätze zur Verfügung, der Innenbereich der Anlage ist komplett autofrei. Außerdem wird es ein „Haus für Kinder“ geben sowie ein Fitnessstudio mit integrierter Physio-Praxis.

Bauminister Christian Bernreiter mag den Begriff „Sozialwohnungen“ nicht

Minister Bernreiter, der den Begriff „Sozialwohnungen“ nicht mag, spricht lieber von „einkommensgefördertem Wohnraum“ und weist darauf hin, dass 60 Prozent der Bayern diesen Wohnraum in Anspruch nehmen können. Um den frei finanzierten Wohnungsbau wieder zum Laufen zu bringen, sieht er sich mit den staatlichen Wohnungsbaugesellschaften gut aufgestellt.

Derzeit werden insgesamt 18.942 Wohnungen im Bestand gehalten, 5.662 Wohnungen sind im Bau. Mit der Förderung von über 13.000 Wohnungen durch den Freistaat Bayern, sei dieser gar amtierender „Deutscher Meister“. In Geretsried sind die ersten Wohnungen bereits vermietet.

Mit dem „Das Gelbe Blatt“-Newsletter täglich zum Feierabend oder mit der neuen „Das Gelbe Blatt“-App immer aktuell über die wichtigsten Geschichten informiert.