Darum wehen an drei Freisinger Kirchen gerade weiße Fahnen

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Unter anderem am Turm der Stadtkirche St. Georg in Freising wehen derzeit weiße Fahnen. © Lehmann

An mehreren Kirchen in Freising wehen gerade weiße Fahnen. Das hat nichts mit dem Tod von Papst Franziskus zu tun, sondern mit einem Ereignis, das heuer 80 Jahre zurückliegt.

Freising – Die Nazis waren noch an der Macht, als sich die Amerikaner Ende April 1945 anschickten, in Freising einzumarschieren. Hotelier Carl Dettenhofer, Stadtpfarrer Albert Brey sowie Konditormeister Kraml und Bäckermeister Pfaller entschärften die brenzlige Situation. Es war eine mutige Entscheidung der Männer und nicht ohne Risiko, der US-Armee mit einer weißen Fahne entgegenzugehen. Eine weitere weiße Fahne, die man am Turm der Stadtpfarrkirche hisste, spielte dabei auch eine entscheidende Rolle.

Ökumenischer Gottesdienst erinnert an Kriegsende

80 Jahre später wehen wieder weiße Fahnen im Bereich der Stadtkirche Freising. Sie wurden an der Stadtkirche St. Georg, an St. Lantpert in Lerchenfeld und an St. Peter und Paul in Neustift gehisst, um damit an den Tag der Befreiung und an das Kriegsende in Freising erinnern. An diesem Samstag, 26. April, findet zudem um 17 Uhr in der Christi-Himmelfahrts-Kirche ein großer ökumenischer Gottesdienst mit Dekan Daniel Reichel und Dekan Christian Weigl zum Gedenken an Befreiung und Kriegsende in Freising vor 80 Jahren statt. Überdies sind bis 10. Mai noch weitere Veranstaltungen geplant.
ft

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