Krankenhaus Agatharied erhält Versorgungsauftrag für Kinder- und Jugendmedizin

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Krankenhaus Agatharied: Mit Chefärztin Margit Kellerer (Mitte) und der gesamten Abteilung freuten sich Klinik-Vorstand Benjamin Bartholdt (3.v.l.) und Landrat Olaf von Löwis. © Krankenhaus Agatharied

Die Freude war groß: Das Krankenhaus Agatharied erhält vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege den Versorgungsauftrag für Kinder- und Jugendmedizin.

Agatharied – „Es war ein besonderer Tag für alle Mitarbeiter, als die frohe Botschaft im Haus verkündet wurde“, erklärt die Klinik. Damit hat das Krankenhaus nach über 19 Jahren Betrieb der Pädiatrie in Kooperation mit dem Romed Klinkum Rosenheim nun selbst einen offiziellen Versorgungsauftrag erhalten. „Dies ist ein großer, besonders wertvoller Meilenstein zur langfristigen Sicherung der Kinderheilkunde, aber auch zur langfristigen Stützung der Geburtshilfe im Landkreis“, erklärt das Krankenhaus.

Nach über 19 Jahren erhält das Krankenhaus endlich einen Versorgungsauftrag

Mehr als 1400 junge Patienten pro Jahr zählt die Pädiatrie des Krankenhauses und fast genauso viele Babys, die in der Schwesterabteilung Gynäkologie und Geburtshilfe in Agatharied geboren werden. Eine stattliche Anzahl, vor allem wenn man bedenkt, dass eine eigene Kinderabteilung im 1998 erbauten Krankenhaus ursprünglich gar nicht geplant war.

„Vor dem Start gab es im ganzen Landkreis keine Kinder- und Jugendstation“, erklärt das Krankenhaus. Nahezu verdoppelt hat sich seither die Anzahl der Geburten. Das Krankenhaus verfügt über einen sogenannten perinatalen Schwerpunkt, der nur in Häusern mit Geburtshilfe und einer eigenen Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin ausgewiesen werden darf. Dadurch haben die Familien vor Ort eine durchgehende fachärztliche Versorgung für den Nachwuchs.

Krankenhaus freut sich über diesen Erfolg

Für die zunehmende Anzahl junger Patienten sieht sich die Abteilung gut gerüstet. Aktuell arbeiten dort acht Kinderärzte sowie etwa 30 Kinderkrankenschwestern beziehungsweise Gesundheitspfleger.

Der positive Bescheid des Krankenhausplanungsausschusses und des Ministeriums sollte natürlich gebührend gefeiert werden: Deshalb verteilte Krankenhausvorstand Benjamin Bartholdt Kinderriegel und Gummibärchen an alle Mitarbeiter. „Es ist schön zu sehen, wie sich das gesamte Haus mit unseren Kolleginnen und Kollegen der Pädiatrie über diesen Erfolg freut. Wir alle sind einfach sehr glücklich, dankbar und stolz über diese schöne Nachricht“, sagt Bartholdt.

Nicht nur eine Erleichterung für den Landkreis, sondern auch für die Nachbarregionen

Vor allem für Chefärztin Margit Kellerer ist der Versorgungsauftrag eine besondere Anerkennung für die langjährige Leistung ihrer Kollegen. „Die Menschen in unserem Landkreis sind dankbar für die wohnortnahe Versorgung, das hören wir immer wieder.“ Dabei erstrecke sich das Versorgungsgebiet der Pädiatrie nicht nur auf den Landkreis, sondern auch auf die Nachbarregionen wie die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und München.

Auch von vielen Touristen wird das Angebot dankbar angenommen. „Auf unserer Kinderstation fühlen sich die kleinen Patienten trotz ihrer Erkrankung wohl. Unter den Kollegen herrscht ein gutes Miteinander und dank kurzer Wege haben wir alles im Blick“, sagt Kellerer.

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