Bei der Bürgermeisterwahl 2026 in Waakirchen bekommt Amtsinhaber Norbert Kerkel (FWG) Konkurrenz. Cornelia Riepe (Grüne) und Rudi Reber (ABV) treten an.
Waakirchen - Seit 2020 ist Norbert Kerkel (FWG) Bürgermeister von Waakirchen. Ein Amt, das einst auch sein gleichnamiger Vater innehatte, bevor er Landrat wurde. Dass Kerkel gern auf dem Posten bleiben und 2026 wieder zur Wahl antreten will, hat der 61-Jährige schon früh wissen lassen. Inzwischen ist klar: Es wird kein Alleingang.
Als grüne Kandidatin hat Cornelia Riepe (51) ihren Hut in den Ring geworfen. Bei der Aufstellungsversammlung wurde sie einstimmig vom grünen Ortsverband nominiert, zudem verabschiedeten die Grünen ihre Liste (Bericht folgt). Die Juristin war schon 2020 gegen Kerkel angetreten und hatte als Neuling aus dem Stand 21, 2 Prozent geholt. Damit lag sie exakt gleichauf mit Gemeindegeschäftsführer Markus Liebl, der sich für die CSU um die Nachfolge von Sepp Hartl (FWG) beworben hatte.
Und es formiert sich weitere Konkurrenz. Am Donnerstag, 11. Dezember, will die ABV ihren Bürgermeisterkandidaten nominieren. Die Aufstellungsversammlung, auch für die Gemeinderatskandidaten, beginnt um 19.30 Uhr im Vereinsheim des SV Waakirchen Am Krai. Es ist kein Geheimnis, dass es Fraktionschef Rudi Reber (64) sein wird, der ein drittes Mal für das Bürgermeisteramt kandidiert. 2020 hatte Reber es – bei sechs Kandidaten – in die Stichwahl geschafft. Mit 45,7 Prozent der Stimmen verbuchte er ein ermutigendes Ergebnis.
Ob es bei drei Kandidaten bleibt, ist noch offen. Die CSU hatte schon im April erklärt, sie wolle Kerkel unterstützen und keinen Bewerber aufbieten. Dagegen ließ die AfD durchblicken, man denke über einen Bürgermeisterkandidaten nach. Im Gespräch war Rainer Bolle, Landtagskandidat der AfD im Jahr 2018. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird es jedoch keinen AfD-Kandidaten geben. Die FW, mit Gisela Hölscher im Gemeinderat vertreten, lässt die Frage der Bewerbung noch unbeantwortet. „Die Entscheidung ist noch offen“, sagt Hölscher.
Reber, der sich morgen offiziell aufstellen lassen will, hat mit seiner Entscheidung über eine Kandidatur lange gerungen. Den Ausschlag gegeben hat schließlich seine Überzeugung, etwas bewirken zu können. „Es läuft nicht alles rund in Waakirchen“, findet Reber. Er fühle sich dank seiner über ein Vierteljahrhundert währenden Erfahrung als Gemeinderat befähigt, die Führungsposition im Rathaus zu übernehmen.
Das hat er mit Cornelia Riepe gemeinsam. „Waakirchen kann mehr“, ist die Juristin überzeugt. Mit Norbert Kerkel arbeite man im Gemeinderat gut zusammen, meint sie, „aber wir haben andere Themen“. Sie wolle als Bürgermeisterin die Gemeinde fit für die Zukunft machen, die Herausforderungen der Klimakrise, von fehlendem Wohnraum und steigenden Preisen konsequent angehen, „mit einem offenen Ohr und einer gut geführten Verwaltung“.