Zu Höherem berufen

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Bei der Verabschiedung im Pfarrheim (v. l.): Diakon Christian Marcon, Pater Stephan Matula, Daniel Helmecke und Anita Schwimmer. © Michaele HESKE

Dorfen - Verwaltungsleiter Daniel Helmecke verlässt die Pfarreien Dorfen und Taufkirchen, um künftig als Abteilungsleiter für alles Betriebswirtschaftliche auf dem Domberg in Freising zu arbeiten.

Mit einem Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche Maria Dorfen verabschiedeten sich die Gemeindemitglieder am Samstagabend von ihrem Verwaltungsleiter Daniel Helmecke. Der Berglerner, am gestrigen Sonntag feierte er 44. Geburtstag, wurde im September 2020 in der Erzdiözese München-Freising angestellt und nach Dorfen entsandt. Im März 2021 kam mit Taufkirchen ein zweiter Pfarrverband für ihn hinzu. Jetzt wurde er im kirchlichen Dienst zu Höherem berufen.

Künftig ist Helmecke als Abteilungsleiter für alles Betriebswirtschaftliche verantwortlich, was auf dem Domberg in Freising geschieht. Dazu gehört auch die Renovierung des Kardinal-Döpfner-Hauses. „Ein Karriere-Sprung – ich wünsche ihm alles erdenklich Gute“, sagte Pater Stephan Matula beim anschließenden Stehempfang im Pfarrsaal. Ein wenig wehmütig mache den Priester, der 2020 nahezu zeitgleich mit Helmecke als Stadtpfarrer in Dorfen startete, der Abschied schon. Er habe ihm nämlich nicht nur als Verwaltungsleiter zur Seite gestanden und das Pastoralteam von den Aufgaben der Verwaltung entlastet: „Wir haben sehr gut zusammengearbeitet. Wir sind gleich alt und konnten über Gott und die Welt reden.“

In erster Linie hatte Helmecke in beiden Pfarrverbänden Personalverantwortung für mehr als 40 hauptamtliche Mitarbeiter. Zudem war er für die Organisation der Pfarrbüros zuständig, also Ansprechpartner für die Pfarrsekretärinnen. Weitere Aufgaben waren die Buchhaltung sowie Haushaltsführung und -planung, also das ganze Finanzwesen. Daneben betreute Helmecke 41 Gebäude – Pfarrhöfe und Kirchen, von der großen Pfarr- bis zur kleinen Filialkirche.

Helmeckes vorrangiges Projekt war die Sanierung der Marktkirche in Dorfen. Wegen Rissen im Mauerwerk und der Gefahr, dass jederzeit Putzteile aus etwa sechs Metern Höhe abstürzen und Kirchenbesucher verletzen könnten, musste St. Veit bereits im März 2012 komplett gesperrt werden. Nach Grundlagenermittlung und Planung begannen im Oktober 2020 die Renovierungsarbeiten, die der Verwaltungsleiter betreute. Dazu gehörte auch die Instandsetzung von Mauerwerk und Dachstuhl. Der Pfarrverband und das Erzbischöfliche Ordinariat in München ließen sich die Sanierung des Gotteshauses mitten in der Stadt viel kosten: in der Summe 1,8 Millionen Euro, ein Drittel davon trug die Gemeinde.

„Am 22. September 2012, so steht es im Protokoll, wurde der Antrag für die Generalsanierung von St. Veit gestellt, fast genau auf den Tag vor zehn Jahren“, hatte Helmecke im September 2022 kurz vor der Einweihung durch den ehemaligen Weihbischof Bernhard Haßlberger gesagt. „Wir sind trotz Baupreissteigerungen nahezu im Kostenplan geblieben, Schulden mussten wir keine machen“, hatte sich Pater Stephan gefreut.

„Ich bin so warmherzig in Dorfen aufgenommen worden, obwohl ich eigentlich ‚fachfremd’ war“, blickte Helmecke nun zurück. Der ausgebildete Kaufmann und Fachwirt für Tourismus kam nämlich ursprünglich aus der freien Wirtschaft. Bevor die Diözese sein Arbeitgeber wurde, hatte er 13 Jahre lang das Hotel zum Erdinger Weißbräu in Erding geleitet. „Das war schon ein großer Sprung – es war eine Lebensentscheidung , erinnerte sich der Katholik, der in seiner Pfarrei in Berglern Lektor und Kommunionhelfer ist. Die Kirche sei ihm und seiner Familie aber schon immer sehr nah gewesen, betonte der Vater dreier Kinder.

Den Posten als neue Verwaltungsleiterin hat Anita Schwimmer (45) am 1. April übernommen. Sie ist seit siebeneinhalb Jahren für die Buchhaltung im Pfarrverband zuständig. „Das sind große Fußstapfen, in die ich trete – aber ich freue mich riesig auf diese neue Aufgabe.“ (Bericht folgt).

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