„Keine Kunst, sondern eine Pest“: Boris Palmer wettert weiter gegen „Schmierfinken“ in seiner Stadt

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Boris Palmer wettert seit langem gegen „Schmierfinken“ in Tübingen. Nachdem ein komplett neu gestaltetes Areal besprüht wurde, platzt dem OB die Hutschnur.

Tübingen – Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (parteilos) sorgte erst kürzlich wegen eines „Streitgespräches“ mit AfD-Landeschef Markus Frohnmaier für bundesweite Aufmerksamkeit. Dass sich der Rathauschef nicht um die Belange seiner Stadt kümmert, kann ihm aber nicht vorgeworfen werden. In einem jüngeren Post auf seiner Facebook-Seite geht es um ein Thema, das dem OB schon lange ein Dorn im Auge ist: um unerlaubte Graffiti und deren Ersteller.

Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, spricht im Landratsamt bei einer Pressekonerenz.
Boris Palmer kämpft seit langem gegen Sprayer in der Tübinger Altstadt. © Bernd Weißbrod/dpa

Bereits im Frühjahr erklärte Boris Palmer, 5.000 Euro Belohnung für Hinweise zu zahlen, die zur Ergreifung von „Schmierfinken“ führen. So ganz erfolgreich war diese Maßnahme bislang aber offenbar nicht, wie neue Graffiti an einem neu gestalteten Areal im Anlagenpark am Tübinger Europaplatz zeigen. „Gestern war noch alles sauber. Die Eröffnung ist nächste Woche“, schrieb Boris Palmer in seinem Post. „Und was machen diese Typen?“

Boris Palmer wettert auf Facebook: „Graffiti sind keine Kunst, sondern eine Pest“

Seinen Post versah Palmer mit Bildern, die zum einen ein neues Gebäude – offenbar mit öffentlichen Toiletten – von mehreren Seiten und zum anderen einen Stromverteilerkasten zeigen. Beide sind großflächig mit Graffiti bedeckt. „Graffiti sind keine Kunst, sondern eine Pest“, wütet Palmer. „Und wenn wir nicht zu einer gesellschaftlichen Ächtung dieser Taten kommen, gehen unsere Städte vor die Hunde.“ Heruntergekommene öffentliche Einrichtungen seien ein Nährboden für gesellschaftlichen Verfall, so der Rathauschef.

Die Universitätsstadt Tübingen hat wie viele deutsche Kommunen mit hohen Investitionskosten und zugleich massiv sinkenden Einnahmen zu kämpfen. Palmer und seine Kollegen aus Esslingen und Schwäbisch Gmünd schrieben deshalb bereits einen Brandbrief an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), und erhielten auch eine Antwort. Das Entfernen von Graffiti belastet die Tübinger Haushaltskasse demnach weiter. „Die Kosten gehen von anderen Aufgaben ab“, schreibt Palmer. „Und daran ist nicht die Stadt schuld, sondern die Verursacher dieser Schmierereien.“

Boris Palmer verweist erneut auf 5.000 Euro Belohnung für Hinweise, die zur Verurteilung führen

Boris Palmer ist, neben seinen oft streitbaren Ansichten, dafür bekannt, ein gewisses Maß an Recht und Ordnung in seiner Stadt durchzusetzen. Kürzlich zeigte der Oberbürgermeister beispielsweise ein Problem in Tübingen, über das er sich „schon immer geärgert“ hat und lieferte auch direkt eine Lösungsmöglichkeit. Im Fall der Sprayer, die auch immer wieder die historische Altstadt unsicher machen, hat er eine solche offenbar noch nicht gefunden und verweist auch im aktuellen Post auf Facebook auf die Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise, „die zur Verurteilung dieser Schmierfinken führen“.

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