Volle Fahrt voraus: Die Dorferneuerung von Wallgau umfasst große Teile des Gemeindegebiets

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Am großen Tisch wird debattiert: Die Planungsphase entwickelt sich in eine konkrete Richtung. Die Gemeinde treibt die Projekte schnellstmöglich voran. © Regina Berwein

„Es ist ein gutes Gefühl wenn nun die Planungsphasen endlich abgeschlossen sind und wir endlich starten können“, zeigt sich Nico Hebler, Vorstand der Dorferneuerung Wallgau freudig. Denn den Startschuss der bereits im Februar 2012 fiel hört man schon lange nicht mehr.

Gerade das Thema „Dorfplatz“ gleicht einer Achterbahnfahrt. Ein ständiges Auf und Ab, Kurven gar Überschläge kann man bei diesem Thema als Metapher heranziehen. Im Juli 2023 wurde der Abriss und Neubau des leidigen Themas „Kirchenböbel“ endlich beschlossen. Seither war es dann allerdings ziemlich ruhig um diesen Punkt.

„Das lag daran, dass die Planungsarbeit verschiedener Projekte im Detail viel Zeit beansprucht haben“, erklärt Hebler weiter. Und damit soll nun Schluss sein? Laut Axel Brück, Betreuer vom Amt für Ländliche Entwicklung, kurz ALE, steht es fest. „Von vier angeschriebenen Planungsbüros haben wir bereits drei Rückmeldungen. Es gilt allerdings jetzt noch die Sommerpause abzuwarten. Vor Ende Juli werden wir die Planungsbüros noch nicht an einen Tisch bekommen.“ Also will man nun Mitte/ Ende August einen Termin finden bei dem die Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft, die Gemeinde sowie die jeweiligen Planungsbüros sich endlich an einen Tisch setzen können.

„Für einen Entwurf müssen wir allerdings dann schon mit einem Jahr rechnen.“ „Dann sollten wir aber auch noch schauen ob wir irgendeine Frist für die Förderung einzuhalten haben.“ Gibt Kathrin Simon zu bedenken. Lediglich ein kleiner Passus des Kriterienkataloges für den Vergabeprozess wurde noch angepasst. Die fünf Prozent der „Räumlichen Nähe“ könnte diskriminierend ausgelegt werden. Und so streicht die Teilnehmergemeinschaft einstimmig diesen Punkt und gewichtet diese auf die anderen Punkte um.

Große Ziele

Das 2013 festgelegte Verfahrensgebiet der Dorferneuerung umfasst große Teile des Gemeindegebietes auch außerhalb der Ortslage. Dies geschah mit dem Hintergrund der festgelegten Projektziele wie Neugestaltung der Straßenräume, Stärkung der Ortsmitte, Gestaltung des Dorfplatzes, Bewahrung von Natur und Kultur, Verbesserung und Attraktivitästssteigerung der ortsnahen Freizeit- und Tourismusangebote (Ausbau des Wegenetzes etc.) und weitere. Allerdings wird 2025 ein Mitgliedsbeitrag an den Verband für Ländliche Entwicklung zu entrichten sein.

Die Höhe der Abgabe wird aus der Anzahl der in der Flur beteiligten Besitzstände kalkuliert werden. „Niemand weiß in welcher Höhe sich die Kosten befinden.“, erklärt Brück. „Ganz klar ist aber, dass der Beitragssatz zum 1.1.2025 angehoben wird. Und das kann bedingt zu einem Problem werden.“ Denn die Flurflächen, welche 2013 beschlossen wurden sind weitreichend. Es ist beispielsweise der komplette Krepelschroffen mit allen, auch dahinterliegenden, Waldflächen oder die Kiesgrube mit eingeschlossen. Ob auf diesen Flächen jemals etwas in Sachen Dorferneuerung passiert, ist fraglich.

Durch den Vorstand soll nun überprüft werden, ob insebesondere auf den Flächen außerhalb der Ortslage noch Maßnahmen angedacht sind. „Das müssen wir dann aber schon öffentlich machen und die Eigentümer im Vorfeld informieren um das Ganze auch beschließen zu können.“ Gibt Bernhard Wilde zu bedenken. Dies soll nun im Herbst bei einer öffentlichen Sitzung geschehen.

Ein kurzes Feedback gibt Hebler noch zum entstehenden Bikepark am Spielplatz. „Leider macht das verregnete Wetter dem ganzen ganz schön zu schaffen. Wir brauchen eine Woche Trockenheit um weiterzukommen.“ Laut Wetterbericht der nächsten 14 Tage wird das wohl noch etwas dauern.

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