Bußgeld-Hammer ab 2026: Nachbarland erhöht Strafen massiv – Handy am Steuer kostet 440 Euro

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Ein deutsches Nachbarland erhöht die Verkehrsbußgelder drastisch: Handy am Steuer kostet ab 2026 satte 440 Euro. Auch kleine Verstöße werden extrem teuer.

München – Die Niederlande machen Ernst: Ab dem 1. Januar 2026 steigen die Verkehrsbußgelder in unserem Nachbarland deutlich. Die drastische Erhöhung kann auch deutsche Autofahrer extrem teuer zu stehen kommen.

Frau telefoniert am Steuer
Das wird teuer: Wer ab 1. Januar 2026 in den Niederlanden mit dem Handy in der Hand telefoniert, zahlt ein Bußgeld in Höhe von 440 Euro. (Symbolbild) © Zoonar/Imago

Besonders hart trifft es Handy-Sünder: Laut dem niederländischen Automobilclub ANWB werden statt bisher 380 Euro künftig 440 Euro fällig, wenn Autofahrer mit dem Telefon in der Hand erwischt werden. Und das kann schnell gehen, denn die Niederländer rüsten technisch auf: Mit einer Vielzahl von sogenannten Handy-Blitzern soll das gefährliche Smartphone-Sünder-Problem bekämpft werden. Auch andere Verkehrsverstöße werden deutlich teurer. Das Überfahren einer roten Ampel oder falsches Überholen kostet jeweils 320 Euro.

Behindertenparkplätze werden zur Kostenfalle

Drastisch steigen auch die Strafen für Parkvergehen. Wer unrechtmäßig auf einem allgemeinen Behindertenparkplatz parkt, zahlt 400 Euro. Auf einem individuell für ein bestimmtes Fahrzeug reservierten Behindertenparkplatz werden sogar 500 Euro fällig. Selbst kleinere Verstöße wie das Fahren ohne Gurt oder unnötiges Hupen werden teurer – beides schlägt mit stolzen 190 Euro zu Buche.

Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen müssen Raser ebenfalls tiefer in die Tasche greifen. Zehn Kilometer pro Stunde zu schnell innerorts kosten künftig 95 Euro, auf der Autobahn 84 Euro. Bei einer Überschreitung von 30 km/h werden innerorts 446 Euro fällig, auf der Autobahn 389 Euro.

Deutsche Autofahrer besonders betroffen

Für deutsche Urlauber und Grenzpendler sind die neuen Tarife besonders relevant: Bußgeldbescheide aus den Niederlanden können auch in Deutschland vollstreckt werden. Und wer nicht rechtzeitig zahlt, wird nochmal extra zur Kasse gebeten. Bezahlt man das Bußgeld nicht innerhalb der auf dem Bescheid genannten Frist, so erhöht sich der geschuldete Betrag laut ADAC beim ersten Mal um 50 Prozent, beim zweiten Mal um 100 Prozent. Gar nicht zu zahlen ist riskant: Dem Automobilclub zufolge sind die niederländischen Polizei- und Verwaltungsbehörden dafür bekannt, dass sie bereits geringfügige Verkehrsverstöße hartnäckig verfolgen. (Quellen: ANWB, ADAC, eigene Recherche) (sop)

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Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/verbraucher/bussgeld-hammer-ab-2026-nachbarland-erhoeht-strafen-massiv-94080638.html