Bei einer Großübung der Feuerwehren aus Bichl, Benediktbeuern, Ried, Kochel, Obersteinbach und Schlehdorf bewältigten 114 Einsatzkräfte ein fiktives Brand-Szenario in einer Maschinenhalle in Ried. Erstmalig in einem solchen Umfang waren auch Landwirte mit ihren Fahrzeugen zur Löschwasserversorgung eingebunden.
Kochel – Im Rahmen der diesjährigen Feuerwehraktionswoche haben die Feuerwehren Bichl, Benediktbeuern, Ried, Kochel und Schlehdorf eine gemeinsame Großübung im Kochler Ortsteil Ried organisiert. Auch die Feuerwehr Obersteinbach sowie Vertreter der Kreisbrandinspektion des Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen wirkten mit, wie Kreisbrandmeister Benedikt Mattern mitteilt.
Feuerwehr-Großübung in Ried: Landwirte bringen Löschwasser zur Einsatzstelle
Folgendes fiktives Szenario galt es zu lösen: Brand einer Maschinenhalle mit abgestelltem Lkw sowie eingelagerten Hackschnitzeln. Der Brand droht auf unmittelbar angrenzende Gebäude, unter anderem auf einen Rinderstall und ein Wohnhaus, überzugreifen. Zwei Personen werden in der brennenden Halle vermisst.
Zur Rettung der Vermissten seien bis zu acht Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Neben der „aufwendigen, groß angelegten Menschenrettung“, wie es im Bericht heißt, gab es eine weitere Herausforderung. Benötigtes Löschwasser für die Brandbekämpfung sowie den Schutz der Nachbargebäude musste in großer Menge an die Einsatzstelle befördert werden.
Wenn’s brennt, packen alle an: Landwirte unterstützen Feuerwehren bei Übung im Kochler Ortsteil Ried
„Hierzu wurden erstmalig in diesem Umfang die umliegenden Landwirte mit einbezogen, welche das Löschwasser mit Vakuumfässern aus einem unterirdischen Löschwasserbehälter am Benediktbeurer Schwimmbad nach Ried brachten und dort in Sammelbehälter der Feuerwehr umfüllten“, so der Kreisbrandmeister.
Insgesamt nahmen 114 Einsatzkräfte aus allen sechs Feuerwehren an der Übung teil. Auch sieben Landwirte waren mit Ihren Bulldogs und Vakuumfässern in das fiktive Szenario eingebunden.
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