Die Sportvereine im Landkreis Dachau dürfen hoffen. Immer mehr Kreispolitiker rücken von ihrem Beschluss, die Gebühren für Landkreis-eigene Sporthallen zum 1. Januar ums Dreifache zu erhöhen, ab. Noch in dieser Woche soll es ein klärendes Gespräch mit den betroffenen Sportfunktionären geben.
Dachau – Oberbürgermeister Florian Hartmann war das erste Mitglied des Kreisausschusses, der öffentlich zugab, dass die Verdreifachung der Gebühren für Landkreisturnhallen zum 1. Januar ein Fehler war. Auch die CSU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Stephanie Burgmaier, räumt nun in einer E-Mail, die sie an die Vorsitzenden der betroffenen Sportvereine schickte und die der Heimatzeitung vorliegt, ein: Trotz des „einstimmigen Beschlusses“ der Kreisräte müsse die Entscheidung „korrigiert“, „der Schaden minimiert“ und „im respektvollen Miteinander gemeinsam ein Lösungsweg gefunden“ werden.
Die umstrittene Gebührenerhöhung müssen sich laut Burgmaier alle Kreisräte – „egal welcher politischen Couleur – auf die Fahnen schreiben“. Nun gelte es daher, ein „sauberes Ergebnis für alle Beteiligten“ zu finden. Burgmaiers CSU-Kreistagsfraktion habe daran „ein großes Interesse“. Dieses gemeinsame Gespräch zwischen Vertretern der Vereine, der Landkreisverwaltung und der Kreistagsfraktionen soll, so verspricht Burgmaier, noch in dieser Woche stattfinden.
Damit ist zumindest eine der Forderungen der Sportvereine im Landkreis erfüllt. Die hatten sich in den vergangenen Tagen entrüstet darüber gezeigt, dass ihnen Anfang des Monats, ohne Vorwarnung, eine Gebührenerhöhung um fast 300 Prozent ins Haus flatterte (wir berichteten). In einem offenen Brief forderten sie eine Rücknahme der Entscheidung. Andernfalls würden ab Januar viele Turnhallen im Landkreis leerstehen.