Kevin Volland ist heiß auf den 1860-Auftakt bei Rot-Weiss Essen: „Da knallt‘s“

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„Die Vorbereitung ist verdammt hart, aber so wichtig“, sagt Kevin Volland. In der letzten Saison fiel er mit einer Knieverletzung länger aus. © Stefan Matzke

Kevin Volland sieht sich selbst noch nicht bei 100 Prozent. Der Rückkehrer kann es trotzdem kaum erwarten, bis die Saison in Essen startet.

Ulrichsberg – Ein fröhlicher Typ war Kevin Volland schon immer. Doch in den letzten zweieinhalb Wochen ist das Grinsen kaum mehr aus dem Gesicht des 32-Jährigen gewichen. Auch in der Medienrunde im 1860-Trainingslager in Ulrichsberg (Österreich) versprüht der Heimkehrer gute Laune.

„Willst du mich nicht vorstellen?“, fragt Volland Pressesprecher Rainer Kmeth vor den Reportern. Spaß beiseite, vorstellen muss sich der Allgäuer bei niemandem mehr im Löwen-Umfeld. Die hohe Erwartungshaltung stört den wuchtigen Offensivmann nicht. „55 Tore“ seien sein Anspruch in der kommenden Saison, verrät er augenzwinkernd – um kurz danach ernst hinzuzufügen: „Der Hype und die Euphorie hier sind richtig geil. Aber es zählt einzig das Sportliche, wir müssen ackern!“ Und das tun sie wie lange nicht, die Löwen. Vor dem Nachmittagstraining am Mittwoch schwangen sich Volland und Co. auf die Fahrradsattel. „Fast zweieinhalb Stunden waren wir unterwegs. Ich glaube, die haben mir absichtlich ein Damenfahrrad gegeben, ich musste richtig strampeln.“

„Ich bin definitiv noch nicht bei einhundert Prozent, gehe jedes Training über meinen Schweinehund drüber.“

Für kaum jemandem im Kader des TSV 1860 dürften die schweißtreibenden Einheiten wichtiger sein als für Volland. Nur 57 (!) Bundesliga-Minuten sammelte er in der vergangenen Saison bei Union Berlin. „Die Vorbereitung ist verdammt hart, aber so wichtig. In der letzten Saison hatte ich keine Vorbereitung wegen meiner Knieverletzung.“ Der Trainingsrückstand ist ihm zweifelsohne anzumerken, das weiß auch Volland: „Ich bin definitiv noch nicht bei einhundert Prozent, gehe jedes Training über meinen Schweinehund drüber.“

Am Freitag wird der Stürmer entweder gegen Amstetten (11 Uhr) oder Liberec (17 Uhr) voraussichtlich erstmals seit über einem Jahr 90 Minuten lang auf dem Platz stehen. „Krass eigentlich, danach kann ich wahrscheinlich zweieinhalb Wochen nicht laufen“, erzählt Volland mit verschmitztem Grinsen.

Kevin Volland fiebert dem Eröffnungsspiel des TSV 1860 München bei Rot-Weiss Essen entgegen

Sorgen machen müssen sich die Löwenfans jedoch nicht, dass der große Hoffnungsträger konditionell nicht mehr mithalten kann. Sowohl in Leverkusen, Monaco und Hoffenheim habe er, wenn fit, immer um die zwölf Kilometer abgespult, sei viel unterwegs gewesen. Dasselbe hat Volland auch in Giesing vor, spätestens zum Ligastart Anfang August: „Ich bin ein Wettkampftyp, wir haben noch dreieinhalb Wochen Zeit bis zum Auftakt. Die beste Fitness hole ich mir ohnehin über Spielpraxis. Freitagabend in Essen, da knallt‘s!“

Wer Volland zuhört, merkt schnell: Als Gute-Laune-Bär ist der Linksfuß nicht zurückgekommen. Klar: In den ersten Wochen der Vorbereitung standen viele PR-Termine auf dem Programm, der Club präsentierte seinen Markenbotschafter prominent auf vielen Bühnen. Das Pensum soll aber im zweiten Teil der Vorbereitung heruntergefahren werden – was Volland durchaus entgegenkommt: „Es waren sehr viele Termine, die auf einen einprasseln – auch außerhalb des Fußballs. Da fällt man schon zwischendurch in ein Loch, wird im Kopf müde.“ Nach dem Trainingslager spätestens werden die Termine weniger, voller Fokus auf den heißen Ligastart in Essen. (Marco Blanco Ucles)

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