Nicholas Helmbrecht erlitt im Frühjahr einen Kreuzbandriss. Nach seinem Abschied vom TSV Grünwald steht nun sogar ein vorzeitiges Karriereende im Raum.
München – Nicholas Helmbrecht gehört zu den Aufstiegshelden des TSV 1860 München aus der Saison 2017/2018. Bis zuletzt stand der 30-Jährige beim TSV Grünwald unter Vertrag, nun ist er ohne Verein. Der Außenbahn-Spieler zog sich Ende März in der Icon League einen Kreuzbandriss zu. Jetzt wurde bekannt, dass es für Helmbrecht beim Bayernliga-Absteiger nicht weitergeht.
„Immer wenn es bergauf ging, habe ich mir wieder weh getan und musste in die Reha. Das ist ermüdend und nervt irgendwann einfach nur noch.“
„Das war relativ früh nach der Verletzung klar und eine gemeinsame Entscheidung“, verriet der Ex-Löwe im Gespräch mit Fussball Vorort/FuPa Oberbayern. „Es wäre cool gewesen, weiter mit den Jungs zu spielen, vor allem mit Leuges (Daniel Leugner Anm. der Red.) und Mike Hutterer. Ich wollte mir aber keinen Druck machen. Wenn ich weiter bei einem Verein unter Vertrag gestanden hätte, hätte man mich ständig gefragt, wann ich wieder zurück bin. Dann hätte ich es vielleicht riskiert, zu früh auf den Platz zu gehen.“
Für Helmbrecht sind jetzt mehrere Optionen offen: Zum einen ein Comeback bei Grünwald, „meine Trikotnummer wurde noch nicht vergeben“, oder das frühzeitige Karriereende. „Das kann es gewesen sein, muss es aber nicht. Ich habe keinen Druck und lege jetzt erstmal eine Pause ein. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen, außer vielleicht mir selbst.“ Besonders Verletzungen bremsten den 30-Jährigen immer wieder aus. „Immer wenn es bergauf ging, habe ich mir wieder weh getan und musste in die Reha. Das ist ermüdend und nervt irgendwann einfach nur noch.“
Ausschließen kann Helmbrecht bereits eine Rückkehr aufs Kleinfeld: „Ich habe mir zweimal das Kreuzband gerissen, beide Male auf Kunstrasen. Das brauche ich nicht mehr. Ich vermeide den Untergrund jetzt, so gut es geht.“
Nico Helmbrecht: „Ich vermisse die Kabine am meisten“
Bei der Vereinssuche ist für Helmbrecht zukünftig nicht mehr die Spielklasse von Bedeutung: „Der Spaß muss im Vordergrund stehen. Ich würde einfach nur noch mit meinen Kumpels spielen wollen. Ich vermisse die Kabine am meisten: Mit den Jungs zusammensitzen und Witze reißen.“
Aktuell genießt Helmbrecht die fußballfreien Monate, plant Urlaube und will den Sommer richtig genießen. Am besten gesund. „Das heißt nicht, dass ich aktuell nichts mache. Ich bin trotzdem dreimal die Woche in der Reha, aber ich will einmal den Sommer nicht auf Krücken verbringen.“ (Alexander Nikel)