US-Präsident Donald Trump sorgt mit seinem Griff nach Grönland für internationales Aufsehen. Das Thema wird auch innerhalb der US-Regierung intensiv diskutiert. Trump hat mehrfach betont, dass die Übernahme des dänischen Territoriums strategisch wichtig für die USA sei.
„Wir brauchen Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit, und Dänemark wird das nicht leisten können“, sagte er laut „Reuters“ zu Reportern an Bord der Air Force One.
Nato bleibt wichtig – mit Vorbehalten
Trotz der Spannungen mit Nato-Verbündeten bekräftigte Trump die Unterstützung der USA für die Allianz. „Wir werden immer für die Nato da sein, auch wenn sie nicht für uns da ist“, schrieb er auf Truth Social.
Auch Karoline Leavitt, die Sprecherin des Weißen Hauses, bekräftigte Trumps Engagement für die Nato. Sie erklärte laut „Fox News“, dass sein Druck auf die Mitgliedsstaaten zu höheren Verteidigungsausgaben geführt habe. Der Präsident selbst sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Abschreckung von Russland und China.
Dänemark reagiert besorgt
Die dänische Regierung zeigt sich alarmiert über Trumps Interesse an Grönland. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte im Interview mit dem Sender TV2, dass Trumps Drohungen ernst genommen werden müssten. Sie befürchtet, dass ein solcher Schritt das Ende der Nato bedeuten könnte. Auch andere Staats- und Regierungschefs äußerten sich besorgt über mögliche Auswirkungen auf die internationale Zusammenarbeit.
Strategische Vorteile für USA
Trump sieht in einer Übernahme Grönlands laut eigenen Aussagen eine Chance, die US-Kontrolle über die Arktis zu stärken und russische und chinesische Einflüsse in der Region einzudämmen. „Alle Optionen sind immer auf dem Tisch“, sagte Leavitt bei einer Pressekonferenz. Diplomatie sei jedoch Trumps bevorzugter Ansatz.